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Weitere Informationen zum Thema Serieller Controller
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Bewährt und fest etabliert: serielle Controller

Bis vor wenigen Jahren gehörten serielle Schnittstellen zur Standardausstattung eines jeden PC. Im Laufe der Zeit fielen jedoch die neun- oder 25-poligen Steckverbindungen den Sparzwängen der Industrie zum Opfer, so dass heutzutage nur noch wenige neue Rechnersysteme bereits werkseitig mit den auch als RS232-Steckern bezeichneten Schnittstellen ausgeliefert werden.

Altbewährte Technologie

Während serielle Steckverbindungen zunächst dazu genutzt wurden, alphanumerische Terminals an Großrechner und Midrange-Systeme anzuschließen, verbanden sie im beginnenden PC-Zeitalter die ersten Mäuse mit dem Rechner. Auch zu Kommunikationszwecken wurde die serielle Schnittstelle eifrig verwendet: Die Vorläufer des Internets, die so genannten Mailboxen, wurden über Akustikkoppler und Modems, die an der seriellen Schnittstelle Dienst taten, betrieben. Analog- oder 56K-Modems werden heute noch meistens mit seriellem Anschluss geliefert.

Einsatzbereiche

Neben diesen Einsatzbereichen ist die serielle Schnittstelle sehr häufig an Maschinensteuerungen anzutreffen, bei denen eine Maschine über eine serielle Terminalverbindung ferngesteuert oder gewartet werden kann. Hierbei werden üblicherweise 56K-Modems oder Industriemodems eingesetzt. In den letzten Jahren haben sich serielle Verbindungen zusätzlich bei professionellen Kassensystemen fest etabliert. Dabei werden Barcodescanner, Displays, Drucker und das eigentliche Kassensystem über serielle Multiport-Controller miteinander verbunden.

Nachrüstmöglichkeiten

Um auch neue Rechner mit der Funktionalität einer seriellen Verbindung ausstatten oder ältere Maschinen nachrüsten zu können, werden daher serielle Controller vertrieben, die meist in einen freien Erweiterungsschacht des PCs eingebaut werden. Diese seriellen Controller sind für alle gängigen Bussysteme erhältlich. Eine Besonderheit stellen dabei die für den mobilen Einsatz gedachten seriellen Controller dar: Sie werden überall dort benötigt, wo mit Hilfe eines Notebooks mobil gearbeitet werden muss. Dies kann beispielsweise auch im Bereich der Motorenwartung und Aggregateinstellung von Fahrzeugen der Fall sein. Da die meisten gängigen Notebooks aus Kostengründen ebenfalls keine serielle Schnittstelle mehr eingebaut haben, werden die seriellen Controller hier in Gestalt einer ExpressCard 34- oder PCMCIA-Karte nachgerüstet. An ihr ist meist direkt ein 25-poliger D-Sub-Stecker befestigt. Es sind jedoch auch Modelle verfügbar, die die Konnektivität über ein kurzes Kabel herstellen, an dem ein oder mehrere neunpolige Stecker angeschweißt sind. Zusätzlich sind primär für den stationären Einsatz Kombicontroller erhältlich, die neben einer parallelen Schnittstelle zwei serielle Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die seriellen Stecker sind dabei meist an einem gesonderten Slotblech angebracht, das einen zusätzlichen freien Erweiterungsschacht belegt. Die maximalen Datenübertragungsraten werden von den Herstellern unter Nutzung entsprechender Kompressionsverfahren mit 921.600 Kbps angegeben. Für viele Einsatzzwecke sind jedoch die älteren standardisierten 115.200 Kbps vollkommen ausreichend, so dass ein großes Spektrum an verschiedenen seriellen Controllern nutzbar ist.

Tipps für den Einsatz serieller Controller

  • Sofern Sie einen betagten PC mit einem seriellen Controller aufrüsten wollen, der noch über einen ISA-Bus-Slot angeschlossen wird, sind verschiedene IRQ-Einstellungen von Hand vorzunehmen, weil die ISA-Bus-Schnittstelle in aller Regel keine automatische Konfiguration der eingebauten Komponenten zulässt. Beachten Sie dabei bitte, dass keine Adressen doppelt belegt sein dürfen, da ansonsten ein Systemstillstand droht. Die IRQ-Adressen ebenso wie I/O-Einstellungen werden dabei mit Hilfe von Steckbrücken konfiguriert, die sich auf dem seriellen Controller befinden.
  • Moderne Multiport-Controller sollten neben einem FIFO-Baustein (First In First Out), der die Übertragungsgeschwindigkeit bei mehreren angeschlossenen Komponenten erhöht, auch über die Fähigkeit des Interrupt-Sharings verfügen. Damit ist gewährleistet, dass IRQ-Adressen geteilt werden und somit eine Doppelbelegung nicht das gesamte System abstürzen lassen.
  • Multiport-Controller sollten zudem über einen Kabelanschluss an das PC-Netzteil verfügen, damit die für den Betrieb benötigte Energieversorgung gewährleistet ist.
  • Achten Sie bei mobilen seriellen Controllern auf robuste mechanische Eigenschaften. Vor allem die Steckverbindungen sollten aus Metall gefertigt sein, damit diese für die besonderen Ansprüche des mobilen Einsatzes geeignet sind.
Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Serieller Controller, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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