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„Schutzhandschuh“
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Zubehör
Ohne spezielle Anforderungen

Ohne spezielle Anforderungen

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Bei jeder Berührung sicher verpackt

Die Hände sind eines unserer wichtigsten Arbeitsmittel überhaupt. Als Greifwerkzeug sind sie ideal an unsere Ansprüche angepasst. Neben der wichtigen Funktion des Zugreifens sind sie sehr sensibel. Rezeptoren, vor allem in den Fingerspitzen, und ein überaus beweglicher Aufbau machen sie für Reize besonders empfindlich. Daher ist es besonders wichtig, sie bei gehobenen Anforderungen richtig zu schützen und zu pflegen.

Extreme Beanspruchungen

Die Hände sind der Körperteil, der am häufigsten mit Stoffen, hohen oder niedrigen Temperaturen oder mechanischen Belastungen in Berührung kommt. Die Haut, unser größtes Organ, muss also zuverlässig geschützt werden, damit Unfälle vermieden werden und Ihre Mitarbeiter immer einsatzbereit sind.

Handschuhauswahl

Da es viele verschiedene Risiken für die Hände gibt, ist es wichtig, die Anforderungen, denen ein Handschuh entsprechen soll und muss, genau zu analysieren. Überlegen Sie genau, welche Belastungen und Gefährdungen auf Ihre Mitarbeiter zukommen. Sie stehen in der Pflicht, optimale Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Da es unterschiedliche Faktoren gibt, denen ein Handschuh standhalten muss, ergeben sich für die jeweiligen Bereiche gesonderte Anforderungen. Wählen Sie daher gezielt.

Anforderungen im Überblick

Bereits der allgemeine Anforderungsbereich an Arbeitsschutzhandschuhe ist hoch gesteckt. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie gute Handschuhe erwerben, achten Sie auf die Auszeichnung der DIN EN 420. Solche Handschuhe entsprechen zumindest den allgemeinen Anforderungen.
In dieser Norm erfolgt auch die Klassifizierung der Handschuhe von I für geringe Risiken (sie schützen lediglich vor Schmutz oder kommen dem Produktschutz zu Gute) über II für mittlere Risiken vor allem im mechanischen Bereich bis hin zu III für hohe Risiken, die tödliche Gefahren oder irreversible Schädigungen hervorrufen können. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Gefährdungspotential bei Ihnen vorkommt und Sie zwischen zwei Klassen schwanken, wählen Sie vorsichtshalber die höhere Klasse.
Ein weiteres wichtiges Merkmal stellen auf Handschuhen angebrachte Piktogramme dar. Diese weisen die einzelnen Gefahrenpotentiale genau aus, bei denen Sie die Handschuhe einsetzen dürfen. Auch das CE-Zeichen darf bei der Auswahl nicht vernachlässigt werden. Hersteller sind verpflichtet,  Handschuhe mit Piktogrammen zu kennzeichnen. Dieses Pflichtkennzeichnung kann sich direkt auf oder im Inneren des Handschuhs befinden. Übrigens, das Level "X" bedeutet, dass der Handschuh nicht dieser Prüfung unterzogen wurde.

Mechanische Risiken

Die Leistungsfähigkeit eines Handschuhs, der bei mechanischen Risiken eingesetzt wird, ist in der DIN 388 definiert. Als Piktogramm dient ein Hammer. Bei diesen Handschuhen können Sie damit rechnen, dass ein einheitlicher Maßstab vorhanden ist. Die Handschuhe werden nach vier Kriterien bewertet. Generell gilt, je höher der Sicherheitslevel, umso bessere Eigenschaften weist der Handschuh im mechanischen Bereich auf. In den Leistungsstufen werden vor allem Abrieb-, Schnitt-, (Weiter)Reiß- und Stichfestigkeit eingeschätzt. Daraus ergibt sich eine vierstellige Zahl wie z. B. EN 388: 3.3.2.4.
Wenn Sie einen Schnittschutzhandschuh benötigen, sollten Sie darauf achten, dass die Schnittfestigkeit, also die zweite Zahl, mindestens einen Wert von 3 insgesamt von 5 hat. Handschuhe mit dem Level 1 oder 2 weisen nur Schnittschutzeigenschaften auf, allerdings bieten sie keinen echten Schutz. Bei Mercateo finden Sie deshalb Handschuhe mit dem Level 1 und 2 unter mechanischer Schutzhandschuh, während solche ab Level 3 unter dem Stichwort Schnittschutzhandschuhe zu finden sind. Achten Sie also darauf, welche Indikatoren für Ihr Unternehmen am wichtigsten und am zutreffendsten sind.

Chemische Risiken

Handschuhe, die bei chemischen Risiken eingesetzt werden, entsprechen fast ausschließlich der höchsten Schutzklasse, der Kategorie 3. Sie müssen strengsten Anforderungen standhalten, die in der DIN 374 festgeschrieben sind. Man unterscheidet Handschuhe, die einen einfachen und einen vollwertigen Schutz bieten. Als Piktogramme dienen das Becherglas mit Fragezeichen bzw. der Erlenmeyerkolben mit Kennbuchstaben für den vollen Schutz.
Bei Chemikalienhandschuhen ist es besonders wichtig, die einwirkenden Chemikalien vorab zu definieren und anhand der gewonnenen Erkenntnisse das korrekte Material auszuwählen. Nur so wird es möglich, einen optimalen Schutz zu erzielen, da nicht jedes Material zwingend für deinen kompletten Chemikalienschutz geeignet ist. Für welche Chemikalien der Handschuh geeignet ist, erkennen Sie an den Kennbuchstaben. So bietet beispielsweise AKL Schutz vor Methanol (A), Natriumhydroxid (K) und Schwefelsäure (L).
Handschuhe, die Ihnen Schutz vor Chemikalien bieten, finden Sie unter Chemikalienhandschuh einfach bzw. Chemikalienhandschuh vollwertig. Handschuhe, die diese Kriterien nicht erfüllen, finden Sie bei Mercateo unter dem Stichwort Reinigungshandschuhe.
Neben dieser Einstufung ist es zusätzlich wichtig, sich mit Werten der Penetration und Permeation auseinander zu setzen. Permeationslevel geben auf einzelne Chemikalien bezogen an, wie lange Sie gegen das Durchdringen schützen. Diese Zeiten sollten auf keinen Fall überschritten werden, im Zweifelsfall ist es hier ratsam, die Handschuhe lieber einmal öfter zu wechseln.
Penetrationsangaben weisen aus, wie hochwertig die Chemikalienschutzhandschuhe sind. Der AQL zeigt Ihnen die Zuverlässigkeit an, damit sind die Handschuhe in Stichproben auf Löcher, Risse und sonstige Beschädigungen, die eine Durchlässigkeit verursachen können, geprüft. 

Kälteschutz

Niedrige Temperaturen sind besonders für die Extremitäten gefährlich, zu denen auch Hände und Finger zählen. Ein guter Schutz vermeidet Schädigungen des Gewebes. Das Risiko von einwirkender Kälte ist nicht zu unterschätzen. Hierbei helfen Winterhandschuhe und Fleecehandschuhe weiter.
Es gibt drei verschiedene Stadien von Erfrierungserscheinungen, die von unangenehmen Hautirritationen über leichte Gewebeblutungen bis hin zu nicht wieder herstellbaren Gewebeschädigungen reichen. Gerade in Kühlhäusern, bei Arbeiten in niedrigeren Temperaturbereichen - hierzu zählen auch Bauarbeiten im Außenbereich im Winter - kommt es zur Auslösung von Erfrierungen. Feuchtigkeit verstärkt den Einfluss.
Auch Handschuhe, die gegen Kälte schützen, werden kategorisiert. Die EN 511 beschreibt die wichtigsten Schutzmechanismen. Je höher die Einstufung des Kälteschutzhandschuhs vorgenommen wird, desto höher ist letztlich der Schutz. Eingestuft werden die Schutzeigenschaften bei Umgebungskälte, bei Kontaktkälte und die Wasserdichtigkeit. Bei Arbeiten mit Flüssiggasen beispielsweise im Labor verwendet man Kryo-Handschuhe, die einen Schutz bis - 170 Grad aufweisen. 

Hitzeschutz

Hohe Temperaturen bieten eine weitere Facette der thermischen Risiken. Für Handschuhe, die in Einsatzbereichen von hohen Temperaturen eingesetzt werden, greift die DIN EN 407.
Die Leistungsmerkmale der Hitzeschutzhandschuhe sind in sechs Bereiche von A bis F in vier Leistungsstufen untergliedert. Unterschiedliche Anwendungen erfordern somit besondere Betrachtungsintensitäten der verschiedenen Bereiche. Vor allem die Punkte B und D, also Kontakthitze und Strahlungshitze, sind sehr wichtig. Dagegen ist bei Feuerwehrhandschuhen auf das Brennverhalten zu achten.

  • Bereich A trifft Aussagen zum Brennverhalten
  • Bereich B sagt aus, bei welchen Temperaturen ein Schutz gegen Kontakthitze besteht
  • Bereich C vermittelt den Wert der Konvektionshitze
  • Bereich D sagt aus, wie hoch der Schutz gegen Strahlungshitze ist
  • Bereich E definiert die Anzahl der Tropfen an flüssigem Metall oder Spritzern, denen der Handschuh stand hält (kleine Spritzer)
  • Bereich F erweitert den Bereich E, indem er große Mengen an flüssigem Metall angibt, bei dem der Handschuh schützt

Lederhandschuhe

Lederhandschuhe werden aus einem natürlich zur Verfügung gestellten nachwachsenden Rohstoff hergestellt. Zur Verwendung kommen vorwiegend Rinder-, Schwein-, Ziegen- und Schafleder zum Einsatz.
Gerade bei Rinder- und Schweineleder unterscheidet man zwischen Narben- und Spaltleder. Narbenleder, welches auch als Vollleder bezeichnet wird, ermöglicht es, feinfühlige, abrieb- und reißfeste Handschuhe herzustellen. Im Gegensatz zu Spaltleder können Sie Flüssigkeiten weniger gut aufnehmen. Narbenlederhandschuhe sind also auch für den feuchten Bereich sehr gut geeignet.
Bei Spaltlederhandschuhen wird ein hoher Hitzeschutz bei entsprechender Dicke erreicht. Sie weisen Schnittschutzwerte auf, sind allerdings wegen der höheren Saugfähigkeit eher im Trockenbereich einzusetzen.

Produktschutz

Neben den beschriebenen Risiken, vor die Sie ein Handschuh schützen kann, gibt es noch Handschuhe, die dem Produktschutz dienen. Ein Baumwollhandschuh schützt beispielsweise das Produkt vor Fingerabdrücken, während Inspektionshandschuhe oder ESD-Handschuhe überall dort angebracht sind, wo mit elektronischen Bauteilen hantiert wird oder antistatische Eigenschaften gefordert sind wie beispielsweise in der Feinmechanik oder bei elektronischen Bauteilen.

Die Größenermittlung

Um die Größe zu definieren, wird mit einem flexiblen Maßband auf Höhe der Fingerknöchel der Handumfang gemessen. Aus diesem Wert ergibt sich die Handschuhgröße.

  • 15,5 bis 18 cm ergeben die Größe XS
  • 18 bis 20,5 cm ergeben die Größe S
  • 20,5 bis 23 cm ergeben die Größe M
  • 23 bis 25,5 cm ergeben die Größe L
  • 25,5 bis 28 cm ergeben die Größe XL
  • 28 bis 30,5 cm ergeben die Größe XXL
  • Ab einem Maß von 30,5 cm wird die Größe XXXL benötigt.

Zubehör nicht vergessen

Auch für Handschuhe gibt es Zubehör. Hierzu zählt beispielsweise der Handschuhhalter der,  die einfache Befestigung der Handschuhe an der Arbeitskleidung ermöglicht. So sind die Handschuhe immer griffbereit und bleiben zusammen. Gerade bei der Verwendung von Einmalhandschuhen sind praktische Handschuhspender empfehlenswert. Ein leichter Zugriff ermöglicht es, zielsicher ein Paar zu entnehmen und eine zentrale Aufbewahrung am Verwendungsort wird möglich.

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