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„Handschuhe“
Überbegriffe
Arbeitshandschuhe
Handschuhe der Kategorie I-II in verschiedenen Ausführungen, entsprechend dem jeweiligen Einsatzbereich.
Schnittschutz-Handschuhe
Schutzhandschuhe gemäß EN 388 mit den Schnittschutzlevel 3 bis 5, die einen vollwertigen Schnittschutz bieten.
Topfhandschuhe
Uniformhandschuhe
Diese hochwertig gearbeiteten Handschuhe werden meistens bei zeremoniellen Veranstaltungen getragen.
Einmalhandschuhe
Helfen, die Kontamination von Produkten zu vermeiden und schützen den Träger vor Infektionen.
Kälteschutzhandschuhe
Die hohe Kälteisolierung ermöglicht den Einsatz bei sehr tiefen Temperaturen und teilweise bei Arbeiten mit flüssigem Stickstoff.
Chemikalienhandschuhe
Nur diese Handschuhe mit einem vollwertigen Schutz schützen die Hände beim Umgang mit sehr gefährlichen Chemikalien.
Hitzeschutzhandschuhe
Bieten dem Arbeiter Schutz vor Kontakt- und Strahlungshitze im Arbeitsumfeld.
Gummihandschuhe
Flüssigkeitsdichte Handschuhe, die in vielen Bereichen universell eingesetzt werden können.
Elektrikerhandschuhe
Schützen den Monteur beim Berühren spannungsführender Teile oder bieten Schutz vor elektrostatischer Entladung.
Reinraumhandschuhe
Diese Handschuhe verhindern die Kontamination der Produkte durch Berührung bei der Fertigung.
Strahlenschutz-Handschuhe
Vermindern die Hautdosis von Streustrahlung und sind Bestandteil des persönlichen Strahlenschutz.
Lebensmittelhandschuhe
Bieten eine gute Griffigkeit bei Fetten und Ölen und sind für die Verarbeitung von Lebensmitteln zugelassen.
Veterinärhandschuh
Rettungshandschuhe
Handschuhe nach Material
Baumwollhandschuhe
Werden unter Schutzhandschuhen getragen, als Produktschutz-Handschuhe eingesetzt bzw. erleichtern das Anziehen von ungefütterten Handschuhen.
Latexhandschuhe
Latex ist ein flexibles geschmeidiges Material, kann aber bei sensiblen Personen Allergien hervorrufen.
Lederhandschuhe
Die natürlichen, positiven Eigenschaften von Leder lassen sich für viele Einsatzmöglichkeiten verwenden.
Neoprenhandschuhe
Sehr widerstandfähige, robuste Handschuhe, die wirksam bei mechanischer Beanspruchung schützen.
Nitrilhandschuhe
Nitril hat eine sehr hohe Resistenz gegenüber chemischen Stoffen und wird oft zum Schutz in diesem Bereich eingesetzt.
Nylonhandschuhe
Charakteristisch ist das gute Tastempfinden, außerdem wird ein Schwitzen im Handschuh verhindert.
PVC-Handschuhe
PVC ist ein universell einsetzbarer Kunststoff, der sich aber nicht für einen Einsatz unter hohen Anforderungen eignet.
Polyethylen Handschuhe
Sport und Freizeit
Universalhandschuhe
Arbeitshandschuhe in verschiedenen Ausführungen, die einen leichten Schutz vor Verletzung oder Verschmutzung der Hände bieten.
Winterhandschuh
Diese warm gefütterten Handschuhe schützen die Hände im Winter.
Sporthandschuhe
Handschuhe, die den speziellen Anforderungen im Sport- und Trainingsbereich gerecht werden.
Kinderhandschuhe
Die unterschiedliche Ausführung und die kleinen Größen eignen sich besonders für Kinder.
Damenhandschuhe
Werden in kleineren Größen und mit einem schmaleren Schnitt angeboten.
Zubehör
Ärmelschoner
Je nach Einsatzbereich schützen die verwendeten Materialien die Unterarme vor Hitze-, bzw. Kälteeinwirkungen oder vor Verletzungen.
Handschuhhalter
Lassen sich leicht am Gürtel oder Holster befestigen und halten die Arbeitshandschuhe jederzeit für den Einsatz bereit.
Handschuhspender
Die hygienische Alternative für die Bereithaltung von Einwegmaterialien.
Logo ATG

Die wahrscheinlich hautfreundlichsten Handschuhe auf dem Planeten

Allergien, Hautreizungen und im schlimmsten Fall Verletzungen: all das kann Ihren oder den Händen Ihrer Mitarbeiter bei der Benutzung falscher Handschuhe passieren! Sichere, komfortable, kostengünstige und vor allem umweltschonende Lösungen bietet hier ATG. Das Unternehmen stellt ausschließlich Strickhandschuhe mit synthetischen Beschichtungen aus Nitril sowie einem Latexprodukt her. Eine Mischung, die Maßstäbe setzt und qualitativ auf dem Markt einzigartig ist.
Header ATG Handschuhe

Ganz leicht den optimalen und individuell erforderlichen Handschuh finden

Die persönliche Schutzausrüstung wird nach europäischen Vorgaben in 3 Kategorien eingeteilt: Kategorie I - leichte Risiken(z.B. Laub rechen), Kategorie 2 - Mittlere Risiken (z.B. Montagetätigkeiten) und Kategorie 3 - hohe/irreversible Risiken (z.B. Umgang mit Chemie oder Umgang mit sehr heißen Teilen). Ganz wichtig ist also eine Risikoabschätzung. Bei dieser kann wie folgt vorgegangen werden:
1. Schritt:
Mechanische Belastung
2. Schritt:
Öle/Fette/Flüssigkeiten
3. Schritt:
Chemikalien
4. Schritt:
Schnittschutz
Als erstes sollte geklärt werden, wie hoch die mechanische Belastung ist. Standardhand-schuhe der Kategorie 2 schützen vor Abrieb durch rauhe oder unbehandelte Ober- flächen, Druck durch kantige Gegenstände oder Risse durch gratige Teile. Je abriebfester der Handschuh, desto länger die Standzeit. Wird mit Ölen, Fetten oder Flüssigkeiten gearbeitet, sollte der Handschuh zusätzlich eine dichte, ölbestän- dige Beschichtung besitzen. Die Flüssig-keiten gelangen so nicht an die Haut. Ideal z.B. bei Montagearbeiten mit feuchten Teilen oder etwa im KFZ-Gewerbe (flüssigkeitsabweisend oder eingeschränkter Chemikalienschutz). Wird mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet, dann sollte der Hand- schuh zusätzlich zu Schritt 1 und 2 auch noch einen Schutz vor dem Kontakt mit chemi- schen Verbindungen, wie z.B. Säuren/ Laugen, Kohlenwasserstoffen oder Lösemitteln besitzen (vollwertiger Chemikalienschutz). Die Schnittschutzklasse 1 ist lediglich für Arbei- ten mit entgrateten Teilen, Klasse 3 für Arbeiten mit leichten aber scharfkantigen Teilen und die Klasse 5 für Arbeiten mit Gläsern, Messern oder schweren, scharfkantigen Teilen geeignet. Der Schnitt-schutz kann zusätzlich zu Schritt 1, 2 oder 3 kombiniert werden.
Chemikalienschutz

Nicht jeder Handschuh bietet Schutz vor allen Chemikalien!

Wenn in Ihrem Unternehmen mit Chemikalien gearbeitet wird, dann sollte das Handschuhmaterial so gewählt werden, dass es ausreichend Schutz vor den Gefahrstoffen bietet. Wichtig ist hier die Permeation – die Durchdringung von chemischen Substanzen durch den Handschuh. Nebenstehendes Symbol garantiert eine Beständigkeit nach EN 374 von mehr als 30 Minuten für 3 unterschiedliche Prüfchemikalien. Diese werden mit folgenden Buchstaben abgekürzt:
A: Methanol (Alkohol)
B: Aceton (Keton)
C: Acetonitril (Nitril)
D: Dichlormethan (chloriertes Parafin)
E: Kohlenstoffdisulfit (schwefelhaltige Verbindung)
F: Toluol (aromatischer Kohlenwasserstoff)
G: Diethylamin (Amin)
H: Tetrahydrofuran (Etherverbindung)
I: Ethylacetat
J: n-Heptan (aliphatischer Kohlenwasserstoff)
K: Natriumhydroxid 40% (Base)
L: Schwefelsäure 96% (Säure)

Perfekter Schutz für alle Einsatzbereiche!

Egal, für welchen Einsatzbereich Sie Schutzhandschuhe benötigen – bei ATG finden Sie die passenden Modelle - vom atmungsaktiven Handschuh bis hin zum Vollschutz für die Arbeit mit stark ätzenden Säuren.

MaxiFlex®

Die in Deutschland wohl am weitesten verbreitete Montagehandschuhe für den trockenen Arbeitsbereich! Alle Modelle dieser Produktfamilie sind besonders leicht, dünn und flexibel, 360° atmungsaktiv, was unan-genehmes Schwitzen an den Händen vermeidet sowie besonders abriebfest. MaxiFlex®-Handschuhe setzen Maßstäbe. Sie sind bis zu 30% dünner und bis zu 36% leichter als herkömmliche Nitrilschaumhandschuhe. Durch die patentierte Beschichtung wird eine extrem hohe Abriebsfestigkeit erreicht, die lange Standzeiten garantiert!

MaxiDry®

Die Handschuhe dieser Produktfamilie eignen sich ideal für Arbeiten mit Ölen, Fetten und Flüssigkeiten. Eine undurchlässige Zwischenbeschichtung sorgt -je nach Modell- an der Handinnenfläche, 3/4tel oder am gesamten Handschuh für einen perfekten Schutz. Die fest schließende Manschette sorgt für einen sicheren Sitz und beugt einem versehentlichen Abstreifen des Handschuhs vor. Die rutschfeste „Micro-cup“-Oberfläche an den Handflächen sorgt für einen sicheren Griff.

MaxiChem®

Besonders intensiven und starken Schutz bei der Arbeit mit Chemikalien bieten diese nach EN 374-3 zertifizierten Handschuhe. Das Besondere: trotz der großen Schutzwirkung und zusätzlichen Beschichtung sind die Handschuhe leicht, flexibel, bieten einen hohen Tragekomfort und großes Tastempfinden. Die Manschetten sind enganliegend und können bei Bedarf umgeschlagen werden, um vor herablaufenden Flüssigkeiten zu schützen.
ATG MaxiCut® Oil

MaxiCut®

Die Handschuhe dieser Produktfamilie erweitern die Vorteile der Serien MaxiFlex®, MaxiDry® und MaxiChem® um zusätzlichen Schnittschutz.
MaxiFlex® Cut und MaxiCut® Modelle können für trockene Arbeitsumgebungen verwendet werden. MaxiCut® Oil Modelle sind für öliges Arbeitsumfeld die beste Wahl analog dem MaxiDry®. Für die Kombination aus Schnittschutz und Chemikalienschutz wählen Sie das Modell MaxiChem® Cut.

Einzigartiges ökologisches Engagement!

ATG legt größten Wert auf eine umweltfreundliche und vor allem nachhaltige Produktion – im Sinne der Umwelt, der Kunden und auch der Angestellten. So werden etwa keinerlei Lösungsmittel eingesetzt. Das komplette Umweltmanagement wird im ATG HandCare®-Programm gebündelt.
100% Eigenproduktion
Handschuhe von ATG werden komplett selbst hergestellt – angefangen von der Rohstoffbeschaffung, über die Veredelung und das Zwirnen des Garns, dem Stricken, der Beschichtung bis hin zum Waschen, Verpacken und dem Versand.
100% Umweltschutz
ATG legt besonderen Wert auf Umweltschutz. So erfüllt z.B. der gesamte Produktionsvorgang die Vorgaben der REACH-Verordnung, die Handschuhe werden mit aufbereitetem Regenwasser gewaschen und ATG ist Mitglied der UN Global-Compact-Initiative.
100% Innovation
ATG arbeitet ständig aktiv und sehr eng mit führenden Universitäten, Institutionen und Branchenexperten weltweit zusammen. Das Ergebnis: es werden ausgereifte, innovative und marktgerechte Produkte für das perfekte Handschuherlebnis entwickelt.
Icon Sanitized-Hygienefunktion Alle Handschuhe von ATG sind mit der triclosanfreien Sanitized®-Hygienefunktion ausgestattet. Diese wirkt wie ein Deodorant, beugt unangenehmen Gerüchen vor und hält die Handschuhe länger frisch.
Icon Oeko-Tex Die Produkte von ATG sind Oeko-Tex® geprüft und wurden als hautfreundlich (ab dem ersten Kontakt mit der Haut) zertifiziert. Alle Produkte werden vor dem Versand gewaschen. So kommt jeder Handschuh frisch aus der Packung.
Icon Skin Health Alliance Alle Handschuhe von ATG sind ebenfalls von der Skin Health Alliance als hautverträglich zertifiziert. Ein Gütesiegel, das garantiert, dass die Produkte keine dermatologischen Risikofaktoren enthalten.

Schutzhandschuhe vom Global Player

Das Unternehmen wurde 1992 in Sri Lanka gegründet und befindet sich in Privatbesitz.
Die Besonderheit besteht bei ATG in der Komplettproduktion. Alle Fertigungsschritte von der Produktion des Garns bis hin zur Verpackung werden selbst durchgeführt.
Das Unternehmen beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter und besitzt ein weltweites Netzwerk von Vertriebspartnern.
Klicken Sie hier für eine komplette Übersicht aller HANDSCHUHE VON ATG.
Weitere Informationen zum Thema Handschuhe
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Für jede Anforderung den passenden Handschuh

Die Hände sind eines unserer wichtigsten Arbeitsmittel überhaupt und auch der Körperteil, der am häufigsten gefährlichen Stoffen, zum Teil extremen Temperaturschwankungen oder mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Die Haut, unser größtes Organ, muss also zuverlässig geschützt werden, damit Unfälle vermieden werden und Ihre Mitarbeiter immer einsatzbereit sind.

Es gibt keinen Handschuh, der vor allen Gefahren schützt!

Da es viele verschiedene Risiken für die Hände gibt, ist es wichtig, die Anforderungen, denen ein Handschuh entsprechen soll und muss, genau zu analysieren. Überlegen Sie genau, welche Belastungen und Gefährdungen auf Ihre Mitarbeiter zukommen. Denn: Handschuhe gehören zur persönlichen Sicherheitsausrüstung und Unternehmen sind daher in der Pflicht, die für die jeweilige Arbeit angemessenen Modelle bereitzustellen. Da es unterschiedliche Faktoren gibt, denen ein Handschuh standhalten muss, ergeben sich für die jeweiligen Bereiche gesonderte Anforderungen. Wählen Sie daher gezielt, denn es gibt keinen Allround-Handschuh, der vor allen mechanischen und chemischen Gefahren perfekt schützt.

Schutz vor verschiedenen Risiken

Bereits der allgemeine Anforderungsbereich an Arbeitsschutzhandschuhe ist hoch gesteckt. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie gute Handschuhe erwerben, achten Sie auf die Auszeichnung der DIN EN 420. Solche Handschuhe entsprechen zumindest den allgemeinen Anforderungen. In dieser Norm erfolgt auch die Klassifizierung der Handschuhe von I für geringe Risiken (sie schützen lediglich vor Schmutz oder kommen dem Produktschutz zu Gute) über II für mittlere Risiken vor allem im mechanischen Bereich bis hin zu III für hohe Risiken, die tödliche Gefahren oder irreversible Schädigungen hervorrufen können. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Gefährdungspotential bei Ihnen vorkommt und Sie zwischen zwei Klassen schwanken, wählen Sie vorsichtshalber die höhere Klasse. Ein weiteres wichtiges Merkmal stellen auf Handschuhen angebrachte Piktogramme dar. Diese weisen die einzelnen Gefahrenpotentiale genau aus, bei denen die Handschuhe optimalen Schutz bieten. Auch das CE-Zeichen darf bei der Auswahl nicht vernachlässigt werden. Hersteller sind verpflichtet, Handschuhe mit Piktogrammen zu kennzeichnen. Diese Pflichtkennzeichnung kann sich direkt auf oder im Inneren des Handschuhs befinden. Das Level "X" bedeutet übrigens, dass der Handschuh dieser Prüfung nicht unterzogen wurde.

Mechanische Risiken

Die Leistungsfähigkeit eines Handschuhs, der bei mechanischen Risiken eingesetzt wird, ist in der DIN EN 388 definiert. Als Piktogramm dient ein Hammer. Bei diesen Handschuhen können Sie damit rechnen, dass ein einheitlicher Maßstab vorhanden ist. Die Handschuhe werden nach vier Kriterien bewertet. In den Leistungsstufen werden vor allem Abrieb-, Schnitt-, (Weiter)Reiß- und Stichfestigkeit eingeschätzt. Diese werden zu einer vierstelligen Zahl wie z. B. EN 388: 3.3.2.4 zusammengesetzt. Die erste Ziffer gibt dabei die Abriebfestigkeit (0-4), die zweite Ziffer die Schnittfestigkeit (0-5), die dritte Ziffer die Reißfestigkeit (0-4) und die vierte Ziffer die Stichfestigkeit (0-4) an. Generell gilt: Je höher der Sicherheitslevel, umso bessere Eigenschaften weist der Handschuh im mechanischen Bereich auf. Wenn Sie einen Schnittschutzhandschuh benötigen, sollten Sie darauf achten, dass die Schnittfestigkeit, also die zweite Zahl, mindestens den Wert 3 von insgesamt 5 hat. Handschuhe mit der Schnittschutzklasse 1 oder 2 sollten nur für Arbeiten mit entgrateten Teilen eingesetzt werden, da sie nur bedingt einen Schnittschutz bieten. Die Schnittschutzklasse 3 ist optimal für den Einsatz bei Arbeiten mit scharfkantigen Blechen oder anderen Teilen mit einem Gewicht von maximal 5-6 Kilogramm geeignet. Für Arbeiten mit Gläsern, Messern und schweren, scharfkantigen Teilen sollte die Schnittschutzklasse 5 gewählt werden.

Chemische Risiken

Handschuhe, die bei chemischen Risiken eingesetzt werden, entsprechen fast ausschließlich der höchsten Schutzklasse, der Kategorie 3. Sie müssen strengsten Anforderungen standhalten, die in der DIN 374 festgeschrieben sind. Man unterscheidet Handschuhe, die einen einfachen und einen vollwertigen Schutz bieten. Als Piktogramme dienen das Becherglas mit Fragezeichen bzw. der Erlenmeyerkolben mit Kennbuchstaben für den vollen Schutz. Bei Chemikalienhandschuhen ist es besonders wichtig, die einwirkenden Chemikalien vorab zu definieren und anhand der gewonnenen Erkenntnisse das korrekte Material auszuwählen. Nur so wird es möglich, einen optimalen Schutz zu erzielen, da nicht jedes Material zwingend für einen kompletten Chemikalienschutz geeignet ist. Für welche Chemikalien der Handschuh geeignet ist, erkennen Sie an folgenden Kennbuchstaben:
  • A: Methanol (Alkohol)
  • B: Aceton (Keton)
  • C: Acetonitril (Nitril)
  • D: Dichlormethan (chloriertes Parafin)
  • E: Kohlenstoffdisulfit (schwefelhaltige Verbindung)
  • F: Toluol (aromatischer Kohlenwasserstoff)
  • G: Diethylamin (Amin)
  • H: Tetrahydrofuran (Etherverbindung)
  • I: Ethylacetat
  • J: n-Heptan (aliphatischer Kohlenwasserstoff)
  • K: Natriumhydroxid 40% (Base)
  • L: Schwefelsäure 96% (Säure)
So bieten beispielsweise Handschuhe mit der Kennung AKL Schutz vor Methanol (A), Natriumhydroxid (K) und Schwefelsäure (L).  Handschuhe, die Ihnen Schutz vor Chemikalien bieten, finden Sie unter Chemikalienhandschuh einfach bzw. Chemikalienhandschuh vollwertig. Handschuhe, die diese Kriterien nicht erfüllen sind beispielsweise Reinigungshandschuhe.

Neben dieser Einstufung ist es zusätzlich wichtig, sich mit Werten der Penetration und Permeation auseinander zu setzen. Permeationslevel geben auf einzelne Chemikalien bezogen an, wie lange Sie gegen das Durchdringen schützen. Diese Zeiten sollten auf keinen Fall überschritten werden, im Zweifelsfall ist es hier ratsam, die Handschuhe lieber einmal öfter zu wechseln. Penetrationsangaben weisen aus, wie hochwertig die Chemikalienschutzhandschuhe sind. Der AQL zeigt Ihnen die Zuverlässigkeit an, damit sind die Handschuhe in Stichproben auf Löcher, Risse und sonstige Beschädigungen, die eine Durchlässigkeit verursachen können, geprüft.

Handschuhe als Kälteschutz

Niedrige Temperaturen sind besonders für die Extremitäten gefährlich, zu denen auch Hände und Finger zählen. Ein guter Schutz vermeidet Schädigungen des Gewebes. Das Risiko von einwirkender Kälte ist nicht zu unterschätzen. Hierbei helfen Winterhandschuhe und Fleecehandschuhe weiter. Es gibt drei verschiedene Stadien von Erfrierungserscheinungen, die von unangenehmen Hautirritationen über leichte Gewebeblutungen bis hin zu nicht wieder herstellbaren Gewebeschädigungen reichen. Gerade in Kühlhäusern, bei Arbeiten in niedrigeren Temperaturbereichen - hierzu zählen auch Bauarbeiten im Außenbereich im Winter - kommt es leicht zu Erfrierungen. Feuchtigkeit verstärkt den Einfluss. Auch Handschuhe, die gegen Kälte schützen, werden kategorisiert. Die DIN EN 511 beschreibt die wichtigsten Schutzmechanismen. Je höher die Einstufung des Kälteschutzhandschuhs vorgenommen wird, desto höher ist letztlich der Schutz. Eingestuft werden die Schutzeigenschaften bei Umgebungskälte, bei Kontaktkälte und die Wasserdichtigkeit. Bei Arbeiten mit Flüssiggasen beispielsweise im Labor verwendet man Kryo-Handschuhe, die einen Schutz bis - 170 Grad bieten. 

Handschuhe als Hitzeschutz

Hohe Temperaturen bieten eine weitere Facette der thermischen Risiken. Für Handschuhe, die in Einsatzbereichen von hohen Temperaturen eingesetzt werden, greift die DIN EN 407. Die Leistungsmerkmale der Hitzeschutzhandschuhe sind in sechs Bereiche von A bis F und darin wiederum in jeweils vier Leistungsstufen untergliedert. Wie beim Schutz vor Chemikalien sollten auch hier, den individuellen Anforderungen entsprechend, die unterschiedlichen Bereiche einzeln betrachtet werden. Vor allem die Punkte B und D, also Kontakthitze und Strahlungshitze, sind sehr wichtig. Dagegen ist zum Beispiel bei Feuerwehrhandschuhen auf das Brennverhalten zu achten.
  • Bereich A trifft Aussagen zum Brennverhalten
  • Bereich B sagt aus, bei welchen Temperaturen ein Schutz gegen Kontakthitze besteht
  • Bereich C vermittelt den Wert der Konvektionshitze
  • Bereich D sagt aus, wie hoch der Schutz gegen Strahlungshitze ist
  • Bereich E definiert die Anzahl der Tropfen an flüssigem Metall oder Spritzern, denen der Handschuh stand hält (kleine Spritzer)
  • Bereich F erweitert den Bereich E, indem er große Mengen an flüssigem Metall angibt, bei dem der Handschuh schützt

Lederhandschuhe

Lederhandschuhe werden aus einem natürlich zur Verfügung gestellten, nachwachsenden Rohstoff hergestellt. Zur Verwendung kommen vorwiegend Rinder-, Schwein-, Ziegen- und Schafleder zum Einsatz. Gerade bei Rinder- und Schweineleder unterscheidet man zwischen Narben- und Spaltleder. Narbenleder, welches auch als Vollleder bezeichnet wird, ermöglicht es, feinfühlige, abrieb- und reißfeste Handschuhe herzustellen. Im Gegensatz zu Spaltleder können Sie Flüssigkeiten weniger gut aufnehmen. Narbenlederhandschuhe sind also auch für den feuchten Bereich sehr gut geeignet.
Bei Spaltlederhandschuhen wird ein hoher Hitzeschutz bei entsprechender Dicke erreicht. Sie weisen Schnittschutzwerte auf, sind allerdings wegen der höheren Saugfähigkeit eher im Trockenbereich einzusetzen.

Handschuhe zum Produktschutz

Neben den beschriebenen Risiken, vor die Sie ein Handschuh schützen kann, gibt es noch Handschuhe, die dem Produktschutz dienen. Ein Baumwollhandschuh schützt beispielsweise das Produkt vor Fingerabdrücken, während Inspektionshandschuhe oder ESD-Handschuhe überall dort eingesetzt werden sollten, wo mit elektronischen Bauteilen gearbeitet wird oder antistatische Eigenschaften gefordert sind, wie beispielsweise in der Feinmechanik oder bei elektronischen Bauteilen.

Zubehör nicht vergessen

Auch für Handschuhe gibt es Zubehör. Hierzu zählt beispielsweise der Handschuhhalter, der die einfache Befestigung der Handschuhe an der Arbeitskleidung ermöglicht. So sind die Handschuhe immer griffbereit und bleiben zusammen. Gerade bei der Verwendung von Einmalhandschuhen sind praktische Handschuhspender empfehlenswert. Ein leichter Zugriff ermöglicht es, zielsicher ein Paar zu entnehmen und eine zentrale Aufbewahrung am Verwendungsort wird möglich.

Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Handschuhe, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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