Gas-Lötkolben - Das Allround-Genie unter den Lötkolben
Um Schweiß- und
Lötarbeiten professionell durchführen zu können, sind eine Reihe von Hilfsmitteln und Geräten notwendig. Dazu gehören, neben Lötlampen und Lötpistolen auch die passenden Lötkolben. Bei den
Lötkolben kann aus verschiedenen Varianten gewählt werden, beispielsweise der
Batterie-Lötkolben, der Hammerlötkolben oder der Gas-Lötkolben.
Was zeichnet einen Gas-Lötkolben aus?
Die Form eines Gaslötkolbens gleicht in etwa der eines großen Textmarkers. Am vorderen Ende befindet sich die Lötspitze mit der die aufkommende Wärme über das Lot zur Arbeitsstelle weitergeleitet wird. Um die Gaszufuhr ohne Feuerzeug anschalten zu können, haben die meisten Hersteller ihre Gas-Lötkolben mit einem Piezo-Schalter ausgestattet, der sich direkt hinter der Lötspitze befindet. Das Hinterteil des Lötkolbens besteht aus einer Gaspatrone an deren rückseitigem Ende die Löttemperatur und die Gaszufuhr eingestellt werden können.
Die Eigenschaften von Gas-Lötkolben
Die unterschiedlichen Modelle haben unterschiedliche Längen und werden aufgrund ihres umfangreichen Zubehörs (z.B. ein Satz unterschiedlicher Lötspitzen) üblicherweise in handlichen Aufbewahrungskassetten geliefert. Mit einer Gasfüllung lässt sich meist bis zu 60 Minuten netzunabhängig arbeiten (die Zeiten variieren allerdings von Modell zu Modell und sind abhängig von der jeweiligen Nutzung). Die Leistungsklassen der einzelnen Modelle varrieren. Kleinere Gas-Lötkolben-Modelle entsprechen meist einem Elektro-Lötkolben mit einer Watt-Leistung zwischen 15 bis 75 Watt. Die größeren Gas-Lötkolben können etwa die Leistungsstufe von 25 bis 130 Watt bedienen. Gas-Lötkolben sind vielseitig einsetzbar und werden dort verwendet, wo kein Strom zum Betrieb eines herkömmlichen Lötkolbens bereitgestellt werden kann. Lötarbeiten im Service-, Installations-, Wartungs- und Reparaturbereich zählen dabei zu den Hauptaufgabengebieten. Die kleinen Allround-Genies sind nicht nur zum Gas-Löten geeignet, sondern können auch zum Heißluft-Löten oder als Lötlampe genutzt werden. Die Temperaturentwicklung ist bei diesen Geräten enorm. So können beim Gas-Löten bis zu 580°C und im Lötlampen-Betrieb bis zu 1300°C erreicht werden.
Die Gasfüllung
Alle Gas-Lötkolben werden mit brennbarem Druckgas angetrieben. Mit welcher Butangasmischung der Lötkolben befüllt werden muss, ist der Herstelleranleitung zu entnehmen. Werden die Lötkolben ohne den Brennstoff geliefert, muss die Befüllung selbst vorgenommen werden. Beim Einfüllen des Gases ist darauf zu achten, dass das Gerät senkrecht zu halten und der Gaszufuhrknopf auszuschalten ist. Erst wenn das Füllventil nach oben gerichtet ist, kann die Gaspatrone aufgesetzt werden. Der Füllvorgang ist abgeschlossen, wenn erste Gasschwaden aus dem Ventil austreten. Außerdem sollte der Lötkolben unbedingt vor Überhitzung geschützt werden. Denn bei zu großer Hitzeentwicklung besteht die Gefahr einer Explosion.