Brandgefahr - ein oft unterschätztes Risiko
In jedem Unternehmen lauern Gefahren, die mehr oder weniger schnell dazu führen können, dass ein Brand ausbrechen kann. Computer, industrielle Anlagen, nicht ausgeschaltete Kaffeemaschinen oder Chemikalien gehören zu den Ursachen von betrieblichen Bränden. Solche Brände können schnell existenzbedrohend wirken. Sach- und Personenschäden gilt es für jeden verantwortungsbewussten Unternehmer zu vermeiden. Schließlich ist es nicht zuletzt Ihr Kapital, das in Gefahr gerät. Ihnen sollte es also nicht nur darauf ankommen Ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen, Sie tun hier auch etwas für sich selbst.
Vorbeugen ist besser als Nachsicht
Den betrieblichen Brandschutz kann man in drei große Überkategorien gliedern: baulicher Brandschutz, technischer Brandschutz sowie oganisatorischer Brandschutz. Im Ernstfall gehören natürlich auch die gefahrenabwehrenden Maßnahmen in diesen Bereich. Wenden Sie alle Maßnahmen ausreichend mit dem entsprechenden Inventar an, verringern Sie das Brandrisiko auf ein Minimum.
Baulicher Brandschutz
Beim Bau, aber auch beim Anmieten oder Kaufen von Betriebsräumen muss von Ihnen unbedingt auf ein paar wesentliche Punkte geachtet werden. Versichern Sie sich, dass die entsprechende Landesbauordnung umgesetzt wurde und dass Vorschriften und Regelungen eingehalten wurden. Wichtig sind Rettungswege und Notausgänge. Türen dürfen hier nicht zum Hindernis werden. Die Fluchtwege müssen entsprechend beschildert sein.
Prüfen Sie, ob die Gebäude überhaupt für Ihr Unternehmen geeignet sind. Gerade Bereiche mit erhöhtem Brandrisiko bedürfen besonderer baulicher Schutzmaßnahmen. Bereits beim Baumaterial muss hier unbedingt auf die entsprechende Eignung geachtet werden. Brandschutzmörtel wird beispielsweise zum Vermörteln von Lüftungsrohren benutzt. Auch Durchführungen von mehreren Kabeln können mit Brandschutzmörtel sicher verschlossen werden. Fragen Sie hier das Bauamt! So unterliegen Büroräumlichkeiten, die mit Servern und Kopierern ausgestatten sind, gesonderten Bestimmungen.
Technischer Brandschutz
Im Bereich "Technischer Brandschutz" finden sich alle Produkte wieder, die genutzt werden, um Bränden vorzubeugen bzw. zur Eindämmung genutzt werden, wenn es doch zum Brand kommt.
Rauchmelder als Gefahrmeldeanlagen sind kaum noch weg zu denken. Oder merken Sie sofort, wenn es eine Etage tiefer bereits qualmt? Mit Gefahrenmeldern sind Sie auf der sicheren Seite, um schnell eingreifen zu können und größeren Schaden abzuwenden. Ein rechtzeitiger Feueralarm bietet allen die Möglichkeit, ohne Panik das Gebäude zu verlassen. Schäden an Personen werden so vermieden.
Durch die richtige Lagerung können viele Brandgefahren eingedämmt werden. So gehören Gasflaschen ausschließlich in entsprechend zertifizierte Gasflaschenlager und gefährliche Stoffe in ein Gefahrgutbehälter. So wird nicht nur Unbefugten der Zugriff erschwert, die Gefährdung durch Explosionen oder das beschleunigte Vordringen eines Brandes im Ernstfall kann vermieden werden.
Die richtige Detailausrüstung am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Bereich ist genauso wichtig. Unachtsam weggeworfenen Zigaretten, die im selbstlöschenden Papierkorb landen, stellen keine Gefahr mehr dar. Auch die Verwendung des richtigen Werkzeugs ist wichtig. So setzt man überall dort, wo es potentielle Feuer- und Explosionsgefahren gibt, funkenfreies Werkzeug ein. Schwerpunkte liegen hier in der chemischen Industrie und in allen Bereichen, die mit Öl und Gas arbeiten.
Feuerlöscher sind bereits für jedes Kleinunternehmen zur Pflicht erklärt worden. Wie viele und welche Sie genau benötigen finden Sie in der Berufsgenossenschaftlichen Regelung (BGR) 133 niedergeschrieben. Mit Feuerlöschern können Sie schnell und zuverlässig Brandherde eindämmen und kleinere Brände löschen. Es ist aber immer wichtig, den richtigen Löschertyp zu wählen. Definieren Sie hier Ihren Bedarf genau und ermitteln Sie, ob Sie Pulverlöscher, Schaumlöscher oder eine der vielen anderen Arten benötigen. Auch für Speditionen ist dies ein wichtiger Aspekt, denn jeder Gefahrguttransporter muss seit 01.01.2008 mit einem tauglichen Feuerlöscher ausgerüstet sein.
Das Tüpfelchen auf dem i - der organisatorische Brandschutz
Die beste Ausstattung in Ihrem Unternehmen nutzt nichts, wenn die Sicherheitsbeschilderung nicht stimmt und Rettungswege und Pläne nicht ausgehangen sind. Auch die Sicherstellung, dass Notausgänge frei zugänglich sind und die Mitarbeiter im Ernstfall wissen, wo Sie den Feuerlöscher finden und wie sie ihn bedienen, sind wichtige Punkte. Führen Sie neben einer regelmäßigen Überprüfung der Ausstattung auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit auch Übungen und Unterweisungen durch. Verbinden Sie beides einfach miteinander, dann finden Sie schnell die Schwachstellen und können steuernd eingreifen. So gehen Sie auf 'Nummer Sicher', dass sich Ihre Investitionen in den betrieblichen Brandschutz bezahlt machen.
Die beste Ausrüstung für Retter
Nicht nur Unternehmer im eigentlichen Sinne sind auf Hilfsmittel beim Brandschutz angewiesen, auch die Feuerwehr benötigt entsprechende Ausrüstungsgegenstände. Den spezifischen Anforderungen der Wehren können nur besondere Ausrüstungsgegenstände gerecht werden. Für Kommunen ist es genauso wichtig wie für Werks- und Betriebsfeuerwehren, eine funktionstüchtige und ausreichende Ausrüstung zu haben. Auch hier gilt es genau zu planen, damit im Ernstfall ausreichende Längen an Feuerwehrschläuchen vorhanden sind und ein Bestand an Ölbindemittel Umweltschäden vermeiden kann.
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