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Präzisionsgenaues Messen mit Messschiebern


Der Messschieber ist eines der am häufigsten verwendeten und vor allem eines der ältesten Messwerkzeuge überhaupt. Der älteste Fund eines solchen Messwerkzeuges stammt aus einem Schiffswrack des sechsten Jahrhundert vor Christus. Der häufig verwendete Begriff Schiebelehre, wie der Messschieber umgangssprachlich des Öfteren genannt wird, ist allerdings falsch, da mit diesem Messgerät nur gemessen und nicht gelehrt wird.

DIN-Norm für Messschieber

Messschieber unterliegen wie viele anderen Messwerkzeuge auch einer Strengen DIN-Norm. Für Messschieber ist dies die DIN 862. Sie legt neben den Bauformen, die in dieser Norm definiert sind, auch die Fehlergrenzen fest. Zudem werden für die in der DIN 862 normierten Messschieber auch die Bedingungen, unter denen die Fehlergrenzen erreicht werden müssen, festgelegt. Diese werden aber nur dann erreicht, wenn mit einer vorher bestimmten Messkraft gemessen wird. Sinnvoller wäre es demnach, die Fehlergrenzen für jeden einzelnen Messschieber gesondert anzugeben und die DIN 862 nicht zu referenzieren. 

Aufbau eines Messschiebers

Ein Messschieber ist mit nur wenigen Bauteilen recht simpel aufgebaut und dennoch ein zuverlässiges und wirkungsvolles Werkzeug zugleich. Ein fester und ein beweglicher Messschenkel, ein Schieber eine schneidenartige Messfläche, ein Nonius zur Hilfestellung und Steigerung der Ablesegenauigkeit, eine Feststellschraube, eine Tiefenmessstange zur Bestimmung der Tiefe zum Beispiel von Muttern und je nach Modell ein Display verhelfen dem Messschieber zu einer Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Messwerkzeugen.

Vorteile von Messschiebern

  • leichte und robuste Bauart
  • durch wenige Bauteile preiswert und dennoch wirkungsvoll
  • leichte Bedienung
  • mobil einsetzbar dadurch sehr wirtschaftlich

Die verschiedenen Formen von Messschiebern

Messschieber werden je nach Anforderung in verschiedene Formen untergliedert. So gibt es spezielle Werkstattmessschieber ebenso wie Messschieber, die je nach Bauform über eine Uhr oder aber auch über ein digitales Display zum Ablesen der Messewerte verfügen. Spezielle Ausführungen mit schwenkbaren Messschenkeln, die zum Messen von versetzten Flächen und zur Bestimmung von Zahnweiten und Zahneinteilung von Zahnrädern oder Wellen dienen, sind ebenfalls erhältlich.

Messschieber Form A1: Dieser Messschieber wird umgangssprachlich auch als Taschenmessschieber bezeichnet und ist deshalb sehr verbreitet. Bei dieser Bauform wird eine Ziffernanzeige oder Rundskale verwendet. Der Messschieber der Form A1 ist mit einer Feststellschraube ausgestattet. Mit diesem Messschieber können Innen-, Außen- und Tiefenmaße gemessen werden. Der Messbereich beträgt bei diesem Modell üblicherweise bis zu 160 mm.

Messschieber Form B: Die Form B unterscheidet sich von der Form E nur durch die zusätzlichen schneidenförmigen Messflächen, die zum Messen von Außenmaßen dienen. Messschieber der Form B werden auch  Werkzeugmacher- Messschieber genannt. Dies ist dadurch begründet, dass diese kleinen schneidenförmigen Messflächen im Formen- und Schneidwerkzeugbau Anwendung finden. Der Messschieber kann mit allen nach DIN 862 zugelassenen visuellen Anzeigearten ausgestattet werden, praktisch von Bedeutung sind heutzutage nur der Messschieber mit Nonius- und Digitalanzeige.
 
Messschieber der Form C: Dieser Messschieber dient zum Bestimmen von Tiefenmaßen, was wiederum in der DIN 862 definiert ist. Umgangssprachlich wird dieser Messschieber auch als Tiefenmessschieber bezeichnet. Die Anzeigeart ist dabei frei, dass heißt jeder Hersteller kann je nach Belieben die verschiedensten Skalen und Anzeigearten verwenden.

Messschieber der Form D: Der Messschieber der Form D ist nahezu mit der Form E identisch. Jedoch verfügt die Form D über sich kreuzende, schneidenförmige Messflächen, die zum Messen von Innenmaßen ab einer Stärke von 10 mm dienen. Auch wenn der Messschieber das Messen von Innenmaßen kleiner 10 mm praktisch möglich macht, sind die Fehlergrenzen hierfür in der DIN 862 nicht präzise definiert. Aus diesem Grunde sollte bei Innenmaßen von 3 bis 10 mm auf einen Messschieber der Form A zurückgegriffen werden. 

Messschieber der Form E: Diese Form von Messschiebern wird vorrangig als Werkstattmessschieber bezeichnet und mit Nonius oder Ziffernanzeige angeboten. Mit diesem Modell können sowohl Innen- als auch Außenmaße gemessen werden. Ein Tiefenmessung ist bei diesem Messschieber allerdings nicht möglich.

Baugrößen

Messschieber sind je nach Verwendungszweck in folgenden Messbereichen erhältlich:

0 bis 135 mm
0 bis 200 mm
0 bis 250 mm
0 bis 300 mm
0 bis 500 mm
0 bis 750 mm
0 bis 1.000 mm
1.000 bis 2.000 mm

Sondergrößen mit Schenkellängen bis zu 3.000 mm finden zum Beispiel im Fahrzeug- oder im Fensterbau Verwendung. Allerdings müssen diese Größen meist extra angefertigt werden, weshalb diese Messschieber im Anschaffungspreis recht teuer sind. 

Fünf goldene Arbeitsregeln im Umgang mit Messschiebern

  • Diese Messwerkzeuge arbeiten millimetergenau. Allerdings nur dann, wenn sie immer sauber gehalten werden.
  • Die vom Hersteller angegebene Referenztemperatur sollte eingehalten werden.
  • Keinen hohen Druck auf die Messschenkel ausüben, da sonst kleinste Kerben das Messergebnis verfälschen können.
  • Die Messgenauigkeit der Digitalanzeige hin oder her liegt bei 0,04 mm.
  • Um lange mit dem Messwerkzeug arbeiten zu können, sollten Sie es ab und zu ölen, allerdings nur mit Vaselineöl.
Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Messschieber, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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