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„Klebstoff“
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Kleben verbindet

Bereits die Urvölker suchten nach Möglichkeiten, Dinge miteinander zu verbinden. So stellte schon in frühen Zeiten jede neue Erfindung eine Herausforderung in Sachen festes Verbinden dar. Kleben scheint bis heute eine der einfachsten Methoden zu sein, um gleiche oder unterschiedliche Werkstoffe miteinander fest und dauerhaft zu vereinen.

Wo in frühen Zeiten Eiweiß oder Baumharz benutzt wurde, um Verbindungen zu sichern, kommen heute hochentwickelte Kleb- und Sicherungsmittel zum Einsatz. Heute gibt es für fast jeden Werkstoff einen speziellen Kleber, der auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmt ist. Da in der heutigen Zeit alles genormt ist, beschreibt die DIN 16920 die Klebstoffverarbeitung und den Begriff des Klebstoffes.

Zwei Hauptarten

Kleben kann man fast alles. Man unterscheidet jedoch zwei Hauptkategorien. Die physikalische Abbindung und die chemisch reagierende Klebverbindung.

Physikalisch abbindend sind folgende Methoden:

  • Nasskleben: hierbei wird Klebstoff aufgetragen, die Materialien werden aufeinander gepresst und sobald aus dem Nasskleber das Wasser und die Lösungsmittel verdunstet sind, wird der Verbund perfekt. Besonders geeignet ist dieses Verfahren für alle Materialien die porös sind: z.B. Papier, Pappe oder Holz.
  • Kontaktklebung: dabei wird der Klebstoff aufgetragen, die Teile werden aber nicht sofort aufeinander gedrückt, sondern eine Antrocknungszeit wird eingehalten. Ist die Antrocknungszeit vorbei und die Teile werden aufeinander gepresst erfolgt eine Soforthaftung. Die Verbindung hält dann also sofort.
  • Beim Haftkleben werden Klebstoffe eingesetzt, die eine Flexibilität bei bestimmten Temperaturen beibehalten. Sie bilden fast immer eine bleibende klebrige Oberfläche, Verwendung finden solche Klebstoffe beispielsweise bei Haftnotizen. Sie sind meist ablösbar. Die Klebstoffe bleiben meist flexibel und stellen einen guten Ansatz für Langzeitbelastungen dar.
  • Die Schmelzklebung vereint durch Einfügen von z.B. Granulat oder Folien unter Temperatureinfluss die Werkstoffe.

Chemisches Reaktionskleben bietet noch mehr Möglichkeiten:

  • Einkomponentenklebstoffe bilden unter Nutzung von Luftfeuchtigkeit oder Luftausschluss zwischen Metalloberflächen eine feste Verbindung. Um eine Aushärtung bei verzinkten oder rostenden Metallen zu beschleunigen setzt man Aktivatoren ein. Somit erreicht man auch hier eine perfekte Haftung.
  • Zwei- und Mehrkomponentenklebstoffe sind flüssige oder pastenförmige Klebstoffe. Sie sind gemischt und haben ein fest vorgegebenes Mischungsverhältnis. Die Verarbeitungszeit ist begrenzt. Auch eine Trockenzeit muss eingehalten werden. Eine Fixierung der zu verbindenden Werkstoffe ist während der gesamten Trockenzeit bis zur Aushärtung des Klebstoffs nötig.
  • Cyanacrylate sind beispielsweise Sekundenklebstoffe . Sie reagieren und verbinden sehr schnell.

Materialbetrachtung

Wählen Sie immer den Klebstoff, der für ein Material (Folien, Gummi, Plexiglas) vorgesehen ist, so erreichen Sie eine optimale Haftung der Werkstoffe untereinander. Trocknungszeiten und Anpresszeiten beziehungsweise Antrocknungszeiten und Aushärtzeiten sind einzuhalten, um keine Schäden zu verursachen. Holzleim klebt beispielsweise kein Plexiglas. Dafür verbindet er Holzteile schnell und sicher.

Welche Vorteile bieten von Klebe- und Sicherungsmitteln?

Die Spannungsverteilung auf dem Werkstoff an der Verbindungsstelle ist gleichmäßig verteilt. Kein einzelner Punkt wird den Kräften, die entstehen können, ausgesetzt, sondern durch die flächige Verbindung ist eine Verteilung der Kräfte gewährleistet.

Die Verbindungen sind dicht, Klebstoffe fungieren neben ihren Verbindungseigenschaften auch als Dichtstoffe. Kondenswasser kann nicht eindringen, und Sie erhalten einen zusätzlichen Korrosionsschutz.

Schwingungen werden gedämpft. Über eine flächige Klebverbindung werden Schwingungen nicht so stark übertragen, sondern abgeschwächt.

Klebverbindungen sind leicht. Schrauben, Nieten oder Nägel erhöhen das Gewicht des Endproduktes. Außerdem benötigen sie keinen zusätzlichen Platz für Schraubenköpfe oder Muttern.

Sie sparen mit schnell trocknenden Klebverbindungen Zeit, außerdem sind Verklebungen kostengünstig zu realisieren.

Denken Sie daran

Nutzen Sie die volle Fläche die zur Verfügung steht zur Verklebung aus. Tragen Sie den Klebfilm gleichmäßig auf. Je größer die Klebfläche ist, desto stabiler die Verbindung.

Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Klebstoff, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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