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„Dübel - Anker - Bolzen“
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Gerüstbefestigung

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Für mehr Halt - Dübeltechnik

Stellen Sie sich vor, Ihre Mitarbeiter oder Sie selbst versuchen, eine Schraube in eine Betonwand zu drehen und dort Halt zu finden. Ohne Dübel ein kaum mögliches Unterfangen. Die Schraube bekommt einfach nicht den Grip, den Sie benötigen. Der Dübel hat die Befestigungstechnik revolutioniert. Mittlerweile gibt es für jede Anwendung spezielle Dübel, die ja nach Beschaffenheit des Baumaterials, in dem Sie verarbeitet werden sollen, konstruiert sind.

Bevor Sie sich also in ein Bauvorhaben stürzen, sollten Sie gut über die vorherrschenden Bedingungen, vor allem über das Mauerwerk, informiert haben. Hinzu kommt die Frage, welche Lasten der Dübel tragen muss.

Die Untergrundbestimmung

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist die Bestimmung des Baumaterials, in das der Dübel eingesetzt werden soll. Je nach Beschaffenheit gibt es unterschiedliche Systeme in der Dübeltechnik. Prüfen Sie also zu Beginn der Bautätigkeit, welche Baustoffe in Wänden, Decken und nicht zuletzt Fußböden verwendet wurden. Da es poröses und festes Material im Baustoffsektor gibt, werden hier unterschiedliche Anforderungen an den Dübel gestellt. Nach diesem Kaufkriterium für Dübel grenzen Sie die Auswahl ein.

Unverputzte Wände machen Ihnen die Bestimmung des Baustoffes leicht. Hier sehen Sie meist auf den ersten Blick, welches Material verbaut wurde. Ist die Wand jedoch verputzt, wird es schwieriger. Suchen Sie eine Stelle aus, an der später ohnehin ein Loch entstehen soll und führen Sie eine Probebohrung durch. So können Sie auch hier den Baustoff bestimmen und merken, wie es um die Festigkeit steht.

Die Wichtigsten Untergründe und ihre Dübel

Viele Dübel tragen die Bezeichnung für den Baustoff, für den Sie geeignet sind, bereits im Namen. So gibt es Gipskartondübel, Lochsteindübel, Gasbetondübel, Dämmstoffdübel u.v.a.m. Aber welcher Dübel kann letztlich was, und wo können Sie ihn überall einsetzen? Der Name ist hier als Richtlinie anzusehen. Sind Universaldübel wirklich so universell einsetzbar? Fragen über Fragen, die eine Antwort finden müssen, um die richtige Auswahl zu treffen. In der untenstehenden Übersicht finden Sie alle Informationen,  die Sie benötigen, um den perfekt passenden Dübel zu ermitteln.

Die Wirkungsweisen

Dübel erfüllen unterschiedliche Zwecke. Grundlegend stellen Sie zwar immer die Verbindung zwischen Baugrund und Schraube dar, aber was wollen Sie denn eigentlich befestigen? Das Gewicht, das später getragen werden muss, ist entscheidend. Eine Fußbodenleiste, die befestigt wird, stellt andere Anforderungen an den Dübel als Dübel, die in Dachkonstruktionen verbaut werden. Es liegt also auf der Hand, dass auf Dübelbefestigungen unterschiedlich starke Kräfte wirken können. Verschiedene Wirkungsweisen der Dübel befähigen Sie zur unterschiedlichen Lastenbewältigung. Wichtig ist jedoch, egal welchen Dübel Sie anwenden, dass Sie das Mauerwerk nicht überbeanspruchen.

Reibschluss

Dübel, die auf dem Prinzip des Reibschlusses arbeiten, erhalten ihre Verbindungsfestigkeit, indem der Dübel gegen die Wand des gebohrten Loches gedrückt. Er reibt faktisch am Bohrloch und trägt durch diese entstehende Reibung die Last. Der Dübel wird beim Eindrehen der Schraube aufgespreizt und erhöht somit das Haltevermögen. Ein Beispiel ist der Spreizdübel, er arbeitet auf dem Wirkungsprinzip 'Reibschluss'.

Formschluss

Hier erhält der Dübel durch Anpassung an die Form des Untergrundes oder des Bohrloches seinen Halt. Hohlraumdübel, die sich hinter der Wand verknoten und so eine größere Fläche für den Zug der späteren Last bieten, sind solche Formschlussdübel. Auch Federklappdübel arbeiten über das Prinzip Formschluss. Wie fest der Dübel letztlich sitzt, hängt nicht unwesentlich von der Formbeständigkeit des Baustoffes ab.

Stoffschluss

Diese Dübel sind hervorragend für poröses Material geeignet. Über einen Kleber, beispielsweise einen Zweikomponentenmörtel werden sie mit den Wänden des Bohrloches fest verbunden und erhalten so ihre Festigkeit. Für diese Zwecke werden zum größten Teil Injektionsdübel eingesetzt, da Sie die Möglichkeit bieten, eine solche Verbindung inklusive Verklebung herzustellen.

Die wichtigsten Dübelarten im Überblick:

Dämmstoffdübel

Diese Dübel können direkt in festen Dämmmaterialien wie Styropor oder PUC-Hartschaumplatten verwendet werden. Diese Kunststoffdübel, die für geringe Lasten ausgelegt sind, werden in die Dämmung eingeschraubt. Sie haben ihr eigenes Gewinde, mit dem sie sich in das Dämmungsmaterial schneiden und so einen guten Halt bekommen.

Fassadendübel

Fassadendübel werden hauptsächlich im Außenbereich eingesetzt. So werden bereits dadurch besondere Anforderungen an das Material gestellt. Fassadendübel aus Metall müssen daher rostfrei sein. Eine hervorragende Witterungsbeständigkeit ist als zwingend anzusehen. Fassadendübel werden genutzt, um Verkleidungen an Fassaden anzubringen oder um beispielsweise Briefkästen anzubauen. Der Untergrund von Fassaden wie Beton, Leichtbeton, Kalksandvollsteine, Ziegelvollsteine, Vollklinker, Bims-Vollsteine, Bims-Hohlblocksteine und Natursteine stellen für Fassadendübel keine Hürde dar. So sind Sie auf jede Fassadengestaltung optimal vorbereitet. Bauunternehmen, die sich mit Fassadenverkleidungen auseinandersetzen, kommen um diese Anschaffung nicht herum.

Gasbetondübel

Gasbetondübel werden dort eingesetzt, wo Gasbeton verbaut wurde. Sie dienen zur Befestigung von Türen, Fassaden, Dämmstoffen und Dachkonstruktionen. Gasbeton wird heute auch Porenbeton genannt. Durch seine geringe Eigendichte ist es mit herkömmlichen Dübeln schwierig, Halt in den Baustoff zu bekommen. Nutzen Sie deshalb die speziell auf Gasbeton spezialisierten Gasbetondübel. Für jeden Handwerker ist dieser Dübel unumgänglich, wenn festgestellt wurde, dass eine Befestigung in Gasbeton erfolgen soll. Diese Dübel sind stärker belastbar als Standarddübel und können somit größere Lasten tragen.

Gipskartondübel

Gipskartonplatten bestehen aus einem Gipskern und sind aus diesem Grund nicht das stabilste Material zur Verankerung von Schrauben. Die Leichtbauweise stellt an den verwendeten Dübel besondere Ansprüche. Spezielle Gipskartondübel sind perfekt auf Materialien wie Gipskartonplatten, Leichtbauplatten aber auch Gasbeton ausgelegt. Die Dübel haben ein selbstscheidendes Gewinde und fräsen sich so ihren Weg in den Untergrund. Durch die große Gewindeauflagefläche wird die Auflagefläche gegenüber einem herkömmlichen Schraubengewinde deutlich vergrößert. Der Halt, der erreicht wird, erhöht sich um ein Vielfaches. Eine schnelle Möglichkeit der Montage prägt diesen Dübel.

Hohlraumdübel

Hohlraumdübel werden überall dort eingesetzt, wo sich ein Hohlraum hinter dem Baustoff befindet. Spezielle Hohlraumdübel sind Federklappendübel, Kippdübel und Klappdübel. Diese Dübel finden meist im Innenausbau ihre Verwendung. Gipskartonplatten, Spanplatten und Faserzementplatten, aber auch Metallprofile mit dahinter befindlichem Hohlraum sind Untergründe, mit denen Hohlraumdübel ohne weiteres klar kommen. Der Dübel klappt oder kippt im Hohlraum auf, oder er zieht sich so zusammen, das ein Herausziehen, sei es gewollt oder ungewollt, nicht mehr möglich ist. Im Hohlraum bildet sich eine Sperre, die Verbindung hält dadurch fest und sicher.

Metalldübel

Diese Dübel sind besonders stark. Das Material Metall macht sie nach entsprechender Behandlung witterungsbeständig und bei hohen Temperaturen verformungsbeständig. Diese Dübel werden vor allem dann eingesetzt, wenn es besondere Brandschutzbestimmungen der Bauaufsichtsbehörde geht. Schwere Lasten sind nichts für Nylon- oder Kunststoffdübel. Wo große Kräfte wirken, benötigt man ein kräftiges und in seinen Eigenschaften baulich einwandfreies Material. Metall ist hier besonders gut geeignet.

Rahmendübel

Diese Dübel sind für Untergrundmaterialien wie Beton, Vollziegel, Natursteine, Hohlblocksteine und Lochsteine perfekt geeignet. Die Sparte der Rahmendübel ist für die Befestigung von Türrahmen, Fenstern, Holzlatten und Hängeschränken ausgerichtet. Wird eine Unterkonstruktion aus Holzleisten gefertigt, kann man die Holzleiste gleich auf das Trägerbaumaterial auflegen und bohren. Der Dübel wird dann durch beide Materialien gesteckt und mit der passenden Schraube festgezogen. Fensterbauer kommen ohne diese Dübel bei der Montage nicht aus.

Schwerlastdübel

Diese Dübel kommen zum Einsatz, wenn einer Verbindung alles abverlangt wird. Flaschenzüge, die an Decken montiert werden, oder ein Wandschwenkkran, der befestigt werden muss, haben ein hohes Eigengewicht. Die Verbindung, die mittels Dübel zur Decke oder Wand hergestellt wird, muss also einiges aushalten. Sie sind extrem belastbar. Es handelt sich bei Schwerlastdübeln um zugzonentaugliche Dübel. Sie bestehen ausschließlich aus Metall. Die Dübel sind so speziell, weil sie die Fähigkeit besitzen, sich in Rissen nachzuspreizen. Reißt also der Beton rings zum den Dübel, ist trotzdem noch optimaler Halt gewährleistet.

Injektionsdübel

Diese Dübel arbeiten mit dem Wirkungsprinzip des Stoffschlusses. Am Baustoffrand oder in Baustoffen, die für andere Dübel nicht genug Festigkeit bieten, kommen die Injektionsdübel zum Einsatz. Mittels eines Zwei-Komponenten-Mörtels werden diese Dübel mit dem Bohrloch verklebt. Die Verbindung ist nach ca. einer Stunde so fest wie Beton.

Universaldübel

Diese Allrounder sind für den Einsatz in den verschiedensten Baustoffen konzipiert. Allerdings sollten durch Universaldübel nur geringere Lasten getragen werden. Der Vorteil ist jedoch, man hat immer einen Dübel zur Hand. Wer seinen Aufgabenbereich aber gezielt festlegen kann sollte auf die Spezialisten wie Rahmendübel oder Gipskartondübel zurückgreifen.

Die Bohrung entscheidet mit

Der Bohrer in der Bohrmaschine muss zum Dübel passen. Der Hersteller der Dübel macht auf der Verpackung die entsprechenden Angaben, um Ihnen die Werkzeugauswahl zu erleichtern. Im Allgemeinen ist die Dübeldurchmesser meist auch der zu verwendende Bohrerdurchmesser.

Das Bohrloch soll rechtwinklig zum Mauerwerk verlaufen und etwas tiefer (ca. 10 mm) als nötig gebohrt werden. Verwenden Sie, soweit Sie nicht sicher sind, in welches Material sie bohren, die normale Drehbohrung. Nur wenn es nicht vermeidbar ist, setzen Sie den Schlag ein. Bei Beton verwenden Sie am besten gleich einen Bohrhammer, dieser verfügt über eine höhere Schlagenergie als eine herkömmliche Bohrmaschine und gewährleistet ein schnelles und sauberes Arbeiten. Bevor die Dübel eingesetzt werden können, muss das Bohrloch mittels Industriestaubsauger noch vom Bohrmehl befreit werden.

Nicht drängeln!

Auch zwischen den Dübeln bzw. zwischen Dübel und Materialrand muss ein gewisser Mindestabstand gehalten werden. Da die erforderlichen Abstände vom Dübeltyp, der Dübelgröße, der Verankerungstiefe und dem Mauerwerk abhängen, sind diese Kennziffern entweder auf der Verpackung abgedruckt oder im Zulassungsbescheid des einzelnen Dübels ersichtlich.

Das Dreamteam Dübel und Schraube

Genauso wichtig wie der richtige Dübel ist es, die Schraube, die zur Verwendung kommt, an den Dübel anzupassen. Nur wenn die Schraube zum Dübel passt, kommt es zum gewünschten Halt. Wählen Sie die Schraube zu kurz oder den Durchmesser zu gering, kann der Dübel seine Funktion nicht richtig einbringen, und der benötigte Halt wird nicht erzielt. Wählen Sie die Schraube zu lang oder den Durchmesser zu groß, müssen Sie sehr viel Kraft beim einschrauben einwirken lassen, und die Arbeit dauert länger als nötig.

Beachten Sie also die Herstellerangaben und benutzen Sie ausschließlich Schrauben, die den Anforderungen entsprechen. Um die richtige Schraubenlänge zu ermitteln, muss man die Dübellänge zur Dicke des Montageteils addieren, hinzu wird außerdem der Schraubendurchmesser gerechnet. Haben Sie diese Berechnung durchgeführt, runden Sie die errechnete Länge auf, bis Sie auf die nächste gängige Schraubenlänge kommen, die Sie kaufen können.

Verordnungen einhalten

Um alle sicherheitsrelevanten Bestimmungen einzuhalten, erkundigen Sie sich vor dem Kauf der Dübel, die Sie benötigen, ob ein besonderer Brandschutz zu gewährleisten ist und ob eine Abnahme durch die Bauaufsicht erforderlich ist. So gehen Sie auf Nummer sicher,und Ihre Kunden werden es Ihnen danken. Risiken, die durch nicht konforme Dübel entstehen können, wie ein verminderter Halt oder ein schnelles Schmelzen bei einem Brand, werden somit ausgeschlossen.

Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Dübel - Anker - Bolzen, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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