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Camcorder - so leicht wird man zum Filmprofi

Früher waren diese Geräte groß, klobig und schwer. Heute bestechen sie durch leichtes Handling, geringes Gewicht und teilweise Jackentaschengröße. Spartanische Ausstattungen haben Hightech Platz gemacht. Hobbyfilmern fällt die Auswahl in den unendlichen Varianten immer schwerer. Es gibt allerdings einige grundlegende Dinge, die man beim Kauf beachten sollte. Achtet man auf bestimmte Ausstattungsmerkmale, ist ein gelungener Videoabend mit selbst gedrehten Filmen oder im geschäftlichen Bereich eine Präsentation mit kleinen, selbst erstellten Werbespots kein Hindernis mehr.

Treffen Sie eine Grundauswahl

Wie bei jeder technischen Anschaffung ist es wichtig zu überlegen, was man mit dem Gerät alles machen will. Vom Hobbyfilm privater Veranstaltungen bis hin zur ersten Erprobung als Regisseur ist alles möglich.

Die Speichermedienwahl

Auf Kassetten erreicht man die beste Qualität. Hier wird im DV-Format geschrieben. Man erreicht durch Aufnahmen in diesem Format einen hohe Güte der gespeicherten Informationen. Die Aufnahmedauer ist bis zu 120 Minuten möglich. MiniDV-Kassetten sind winzig klein. Sie haben nur noch die Größe von Streichholzschachteln. Der Nachteil liegt im möglichen Bandsalat und der fehlenden Echtzeitübertragungsgeschwindigkeit auf den PC. Wenn der aufgenommene Film 60 Minuten dauert, benötigt man genauso lange, um ihn von der Kassette auf den PC zu übertragen.

DVDs sind da deutlich schneller. Sie können zum Abspielen sogar gleich in den DVD-Player gelegt werden. Voraussetzung hierfür ist das identische DVD-Format von Camcorder und DVD-Player. Ihre Aufnahmen haben aber an Qualität verloren, da hier im MPEG2-Format mit verlustbehafteter Komprimierung aufgenommen wird. Die Filmdauer ist begrenzt und lässt Langzeitaufnahmen wie auf Kassette nicht zu. Man erreicht hier maximal 60 Minuten Spielzeit.

Einige Camcorder bieten bereits die Möglichkeit, auf eine integrierte Festplatte aufzunehmen. So ist die Kamera auch ohne zusätzliches Speichermedium jederzeit einsatzbereit.

Bitte nicht wackeln

Das Gehäuse spielt neben dem Bildstabilisator eine wichtige Rolle. Alle aufnahmerelevanten Tasten sowie die Zoomtasten sollten ohne große Bewegungen erreichbar sein. Sehr kleine und leichte Geräte neigen eher zu Verwacklungen. Als Richtwert für semi-professionelle Aufnahmen gibt man eine Größe von 18 bis 20 cm Länge und ca. 800 Gramm Gewicht für die Kamera an. Erfahrungsgemäß ist hier die Entstehung von Verwacklungen geringer. Denken Sie daran, dass Sie die Kamera über die gesamte Aufnahmesequenz ruhig halten müssen. Ein Bildstabilisator hilft Ihnen dabei. Ein optischer Bildstabilisator ist den elektronischen Lösungen vorzuziehen. Elektronische Bildstabilisatoren rechnen lediglich das entsprechende Bild aus, optische Lösungen gleichen die Verwacklungen direkt aus. Sie erhalten eine deutlich bessere Bildqualität.

Die Seele des Camcorders

Der CCD-Sensor ist für die Auflösung des aufgenommenen Bildes verantwortlich. Ohne ihn geht nichts. Ein solcher Sensor besteht aus mehreren hunderttausend optoelektronischen Zellen. Anspruchsvolle Geräte haben 3 Sensoren für den roten, blauen und grünen Bildanteil. Sie bieten qualitativ deutlich bessere Bilder. Es ist mehr aktive Fläche vorhanden, um das Licht einzufangen. So werden unter anderem die Farben besser dargestellt. Sie können so ein größeres Volumen an Bildinformationen einfangen.

Fotos - wenn es denn sein muss

Wer den Camcorder gleichzeitigen zum Fotografieren verwenden möchte, muss hier deutliche Abstriche in der Fotoqualität hinnehmen. Beim Filmen sind Pixel nicht von so hoher Bedeutung wie bei der Fotografie. Die Kamera muss außerdem Progressiv-Scan unterstützen (Vollbilder aufnehmen). Wenn schon mit dem Camcorder fotografiert werden soll, dann nutzen Sie hier bitte zumindest Speicherkarten. Deshalb achten Sie auf das Vorhandensein entsprechender Slots (Einschubmöglichkeiten).

Es werde Licht

Die Lichtstärke steht in direktem Zusammenhang mit dem Bildrauschen. 2 - 4 Lux sind als Mindestanforderung an die Geräte zu stellen. Damit gelingen auch noch Dämmerungsaufnahmen gut. Je niedriger die Luxzahl ist, desto weniger Licht wird für gute Aufnahmen benötigt. Um die Lichtsignale zu verbessern, greifen einige Modelle auf eine Verstärkung der CCD-Signale zurück. Hier wird jedoch das Bildrauschen deutlich erhöht. Die Bildqualität wird körnig, und Störungen treten verstärkt auf. Also wählen Sie ein Gerät, bei dem eine geringe Luxzahl von vornherein ausreichend ist.

Sinnvolle und sinnlose Zoomfunktionen

Über digitale Zooms lohnt es sich nicht nachzudenken, man sollte diese nur im Notfall benutzen. Sie gehen stark zu Lasten der Bildqualität. Bei der Verwendung des optischen Zooms sollte man bedenken, dass bei hohen Zoomfaktoren Verwacklungen stärker zur Geltung kommen und leicht ein unnatürlicher Effekt erzielt wird. Ein Stativ wird hier schnell unabdingbar. Ein großzügiger Weitwinkel ist oftmals sinnvoller. Damit fangen Sie Umgebungseindrücke deutlich besser ein. Achten Sie darauf, dass ein Gewinde am Objektiv vorhanden ist, um später Filter und zusätzliche Weitwinkelvorsätze nutzen zu können. Die Notwendigkeit der Zoomgröße definiert sich aus den angestrebten Verwendungen des Camcorders.

Kontrolle der eigenen Arbeit - das Display

Das Display ist der "Stromfresser" Nummer Eins des Camcorders. Es sollte unbedingt auch ein optischer Sucher zur Verfügung stehen, um im Zweifelsfall das Display ausschalten zu können. Achten Sie darauf, dass beide Sichtmittel die Farben optimal wiedergeben. Displays sollten immer klapp- und in alle Richtungen neigbar sein, damit man auch bei Überkopfaufnahmen die volle Kontrolle behält. Ausreichende Helligkeit und eventuell sogar die Möglichkeit, die Helligkeit manuell justieren zu können, sind bei Tages- und Umgebungslicht nötig.

Damit der Film nicht zum Stummfilm wird

Wenn der Camcorder ein zu lautes Eigengeräusch produziert, wird schnell das eigentlich gewünschte Aufnahmesignal gestört, und der Ton ist ruiniert. Technisch hochwertige Geräte können heute bereits in Raumklang aufnehmen. Am Besten ist die Verwendung eines externen Mikrofons, damit erhält man die besten Ergebnisse. Achten Sie auf die entsprechende Anschlussmöglichkeit. Ein Windschutz an den Mikros hilft gegen ungewünschte Nebengeräusche.

Manuelle Pflichteinstellmöglichkeiten

Bei grellem Gegenlicht kann schon mal die Scharfstellung des Autofokus versagen. Manuelle Einstellmöglichkeiten für Belichtung und Scharfstellung helfen hier weiter und beugen ungewünschten Aussetzern vor. Es gibt noch reichlich andere Einstellmöglichkeiten, die die meisten Camcorder bieten. Diese Varianten gehören aber eher zur Kür als zur Pflicht.

Weitere Links zum Thema

Mit diesem Thema in Beziehung stehen auch die Suchbegriffe Digitalkamera und Spiegelreflexkamera aus unserer Kategorie Multimediageräte.

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