Notduschen – zur Erstversorgung unerlässlich
In Laboren und überall dort, wo mit Chemikalien und Gefahrstoffen gearbeitet wird, sind
Notfallduschen vorgeschrieben. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur
Ersten Hilfe. Denn beim Umgang mit ätzenden oder gesundheitsschädigenden Stoffen ist Vorsicht geboten. Es besteht die Gefahr, dass Flüssigkeitsspritzer beispielsweise in die Augen gelangen und Sie sich bleibende Augenschäden zu ziehen. Daneben kann es zu Verätzungen oder Verbrennungen kommen, die lebensbedrohlich sein können. Aus diesem Grund sind in Laboratorien
Notduschen vorgeschrieben. Außerdem dürfen sie nur mit
Schutzkleidung betreten werden. Dazu gehören
Laborkittel,
Sicherheitsschuhe,
Schutzbrille und
Handschuhe – in einigen Bereichen ist ebenfalls das Tragen von
Atemschutzmasken notwendig.
Augen- und Körpernotduschen
Notduschen gibt es in diversen Ausführungen beispielsweise als
Augennotdusche oder
Körpernotdusche. Bei den Augennotduschen unterscheidet man tragbare Modelle wie
Augenspülflaschen oder solche, die am Arbeitsplatz, an einem Ausgussbecken oder an der Wand befestigt sind. Sie werden auch als Augen- und
Gesichtsdusche bezeichnet.
Körpernotduschen können an der Wand, an der Decke oder platzsparend über der Tür montiert werden. Eine Kombination aus Körper- und Augennotduschen sind ebenfalls erhältlich. In bestimmten Betrieben und Außenanlagen sind ebenfalls Notduschen einzurichten, um im Notfall brennende oder kontaminierte Personen schnell abzulöschen.
Wichtig zu wissen
Das Ziel von Notduschen ist es, eine schnelle und effektive Erstversorgung zu gewährleisten und so Personenschäden durch Verbrühen, Verätzen oder Verbrennen zu minimieren. In der DIN 12899-1 sind die Anforderungen an Notduschen geregelt. Darin heißt es unter anderem, dass bei Körpernotduschen eine Wassermenge von mindestens 30 Liter pro Minute bei einem bar Fließdruck erforderlich ist. Bei Augennotduschen beträgt die Mindestwassermenge sechs Liter pro Minute. Meist werden Notduschen über die Trinkwasserleitung angeschlossen.
Körperduschen in Laboren sind über dem Ausgang eines jeden Laborraumes zu befestigen und werden meist über eine Zugstange betätigt. Während Augenduschen am besten in Arbeitsplatznähe oder an einem Ausgussbecken zu installieren sind. Sie funktionieren zum Teil über ein
Fußpedal, wodurch die Augendusche geöffnet wird und so die notwendige Wassermenge fließen kann.
Regelmäßig überprüfen
Achten Sie immer darauf, dass die Zugänge zu den Notduschen frei gehalten werden. Wo sich die Notdusche befindet, erkennen Sie an dem grünen
Rettungszeichen Notdusche nach BGV A8. Regelmäßig – am besten monatlich – sollten Sie testen, ob die Notduschen noch funktionieren und die notwendige Wassermenge gewährleistet ist. Das können Sie beispielsweise mit einem
Duschtester überprüfen.
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