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„Zunftbekleidung“
Überbegriffe
Zunfthose
Ausführungen wie z. B. Genuacord, Trenkercord oder Zwirn-Doppelpilot sowie mit oder ohne Schlag sind möglich. Auch für Damen.
Zunftjacke
Zunftjacken sind zumeist schwarz. Sie gibt es mit sechs Knöpfen, die in zwei Reihen angeordnet sind.
Zunftweste
Charakteristisch für diese meist schwarzen Westen sind acht weiße Knöpfe in zwei Reihen, diverse Taschen sowie der Schalkragen.
Zunft-Sweater
Die Pullover haben eine gesticktes Zunftemblem am Oberarm.
Zunfthemd
Dieses kragenlose, weiße Hemd nennt man auch Staude und wird von Zimmerleuten getragen.
Zunfthut
Die Kopfbedeckung der Zimmerleute ist immer schwarz und hat eine breite Krempe.
Zunftschuhe
Diese Halbschuhe haben Schnallen, die Sohle besteht aus alten Autoreifen. Zur Schockabsorbierung dient eine eingearbeiteter Keil im Fersenbereich.
Ergänzendes Zubehör
Gürtel
Gürtel aus Leder mit z. B. Doppeldorn- oder Eindornschnalle erhältlich.
Koppelschloss
Hier finden Sie Koppelschlösser mit oder ohne Emblem.
Nageltasche
Durch eine spezielle Innenbeschichtung wird das Durchstechen der Nägel vermieden.
Messertasche
Besteht meist aus Leder und ist mehrfach genietet.
Hosenträger
Verhindern, dass die Hose rutscht.
Zunftschmuck
Hier finden Sie Zunftschmuck - vom Ohrhänger über Manschettenknöpfe bis hin zur Taschenuhr oder Zunftzeichen sowie Anstecknadeln.
Weitere Informationen zum Thema Zunftbekleidung
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Zunftbekleidung von damals bis heute

Unter Zunft versteht man eine ständische Körperschaft von Handwerkern, Gewerbetreibenden und anderen Berufsgruppen wie etwa Notaren. Zünfte entstanden im Mittelalter und wurden bis ins 19. Jahrhundert geführt und hatten die Aufgabe, sich um Regelungen zu Lieferungen von Arbeitsmaterialien, Löhnen, Auftragsverteilungen bis hin zur Witwenversorgung zu kümmern. Eine Zuordnung zu einer Zunft konnte man aus den geführten Wappen, Zunftzeichen oder der Zunftkleidung entnehmen. Schließlich wurden die Zünfte durch die Einführung der Gewerbefreiheit obsolet. Sie wandelten sich nach und nach in Schächte, Vereinigungen einheimischer und fremder Handwerker, die sich für eine Fortführung des althergebrachten Gesellenwanderns einsetzten und das Verhalten ihrer Mitglieder überwachten.

Drei Jahre auf Wanderschaft

Gesellen aller Zünfte konnten traditionell schon nach den Lehrjahren für drei Jahre und einen Tag auf Wanderschaft gehen, um den beruflichen und kulturellen Austausch zu fördern. Die Farbe der Kleidung variierte nach Branche. Schwarz deutete auf einen Holzberuf, hell - wie etwa weiß oder hellbraun - auf einen Steinberuf oder blau auf einen Metallberuf hin. Die Zunftbekleidung diente dem Zweck, den Träger leicht als Gruppenmitglied zu erkennen, und war eine Art Versicherung für den Arbeitgeber für die Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und den Fleiß des Reisenden.

Die Zunftbekleidung als Erkennungsmerkmal

Zur traditionellen Bekleidung gehört ein weicher Zimmermannshut mit breiter Krempe und ein weißes Zunfthemd mit einem schmalen Stehkragen, welches auch Staude genannt wird. Neben der Hose mit zwei Reißverschlüssen trug der Zimmermann beispielsweise eine schwarze Weste mit acht weißen, in zwei Reihen angeordneten Knöpfen vorne, oder eine Zunftjacke, welche mit sechs weißen Knöpfen in zwei Reihen geschlossen wurde und aus speziellem cord- oder samtähnlichem Material gefertigt war, das sehr eng und stabil gewebt war. Schuhe oder Stiefel konnten bei ihm einfach dunkel oder schwarz sein. Ein Binder in einer schachtabhängigen Farbe wurde als Erkennungsmerkmal bei Zugehörigkeit zu einer bestimmten Vereinigung getragen. Freireisende trugen deshalb keinen Binder. Ganz typisch war der Ohrring und der Stenz, ein gedrehter Wanderstab.

Die Zunftbekleidung heute

Dem Wandel der Zeiten haben sich auch die Bekleidungshersteller angepasst und nicht nur neue Materialien entwickelt, sondern die Zunftbekleidung in allen unterschiedlichen Zunftfarben auch für Frauen und Kinder zugänglich gemacht. Zunfthosen und Zunftwesten bestehen aus dem traditionellen Schnitt und aus sehr schwerem Stoff bis über 500 Gramm Gewicht pro Quadratmeter, was auf extreme Belastbarkeit des Materials schließen lässt. Die Hosen sind an den beiden Reißverschlüssen in stabiler Ausgestaltung vorne zu erkennen. Die Zunftjacken haben einen tiefen Halsausschnitt und einen nach außengeklappten etwa fünf Zentimeter breiten Doppelkragen, der auch nach dem Waschen die Form hält. An der Rückseite finden Sie Rückenschnallen und aktuell auch eingearbeitete Nierenwärmer. Selbst die Jacke wird häufig aus Stoffen mit über 400 Gramm pro Quadratmeter hergestellt. Der Hauptbestandteil sind Baumwollfasern als Naturstoff, dem teilweise Kunstfasern hinzugewebt werden, um bei gleichbleibender Stabilität des Materials etwas Gewicht einzusparen.
Aufgrund der schweren und warmen Stoffe gibt es für heiße Tage auch kurze oder bis zum Knie reichende Hosen. Bei diesen Zunftshorts wiegt der Stoff immerhin auch noch über 300 Gramm pro Quadratmeter. Eine spezielle Verarbeitung wie Doppelnähte oder zusätzliche Verstärkungen an den Enden der Reißverschlüsse oder Taschenecken mit Leder findet man heutzutage auch. Die Hemden gibt es  als Kurz- und als Langarmhemden. Einige Hersteller für Zunftschuhe berücksichtigen, dass der Wanderer eine spezielle Schuhdämmung im Fersenbereich als entlastend empfindet. Außerdem gibt es auch Sonderanfertigungen wie den Zunft-Pullover, der ein gesticktes Zunftemblem auf dem Oberarm hat und in einer zunftunabhängigen Farbe, in Rot, angeboten wird.

Weiteres, zum Teil unverzichtbares Zubehör

Hier findet nicht nur der Zimmermann Zubehör wie eine Zangen- und Hammerschlaufe oder Nageltasche und Karabinerhaken in unterschiedlichen Ausführungen, sondern jeder Zunftanghörige den Stenz und allgemeines Zubehör wie Arbeitshandschuhe, Messertaschen, Gürtel und Schnallen, Hosenträgern und Zunftschmuck - vom Ohrring über verzierte Manschettenknöpfe bis hin zu Zunftzeichen und Taschenuhren.
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Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler.
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