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Schauen Sie doch nicht länger in die Röhre

TFT - Thin Film Transistor

Diese etwas verwirrende Bezeichnung weist nicht auf "dünne Filme", sondern auf die Verwendung von Dünnschicht-Transistoren in den Displays von Flachbildschirmen hin. Es handelt sich dabei um Aktiv-Matrix-LCDs (Flüssigkristall-Displays), deren Bildpunkte (Pixel) durch je drei dieser Transistoren angesteuert werden. Durch die Ansteuerung der Flüssigkristalle verändern diese die Polarisation des einfallenden Lichtes, was für die grafische Anzeige ausgenutzt wird.

Die zwölf bis 21-zölligen TFT-Displays überzeugen als platzsparende und flimmerfreie Anzeigegeräte im Notebook und als Monitor auf dem Schreibtisch und haben dort die Röhrengeräte weitgehend abgelöst.

Seitdem auch die Herstellung von TFT-Displays mit großen Bildschirm-Diagonalen preiswert möglich ist, stehen sie auch im Wohnzimmer in direkter Konkurrenz zu Displays mit Plasmatechnologie und den betagten Röhrenfernsehern. TFT-Displays werden also sowohl in PC-Monitoren als auch in TV-Geräten verbaut. Die Geräte sind oft mit Anschlüssen für beide Anwendungsbereiche ausgestattet, so dass ein PC-Monitor als Videogerät einsetzbar ist und umgekehrt. Darüber hinaus werden TFT-Displays mit Diagonalen von 2,5 bis 12 Zoll in Kleingeräten wie Digitalkameras, Camcordern, PDAs, Navigationsgeräten, digitalen Bilderrahmen und tragbaren Multimediageräten eingesetzt.

Vergleich TFT - Röhre

Vorteile des TFT-Bildschirms gegenüber dem Röhrengerät:

  • geringe Gerätetiefe, geringes Gewicht
  • flimmerfreies, verzerrungsfreies und scharfes Bild
  • strahlungsarm und unempfindlich gegenüber Magnetfeldern
  • kein Einbrennen

Nachteile des TFT-Bildschirms gegenüber dem Röhrengerät:

  • Kontrastarmut, Farbdarstellung - insbesondere der Schwarzwert fehlt
  • Nachzieheffekte bei schnellen Bildwechseln
  • ungleichmäßige Ausleuchtung
  • Blickwinkelabhängigkeit

Vergleich TFT - Plasma

Vorteile des TFT-Bildschirms gegenüber dem Plasmagerät

  • geringerer Stromverbrauch
  • kein Lüfter erforderlich
  • kein Einbrennen

Nachteile des TFT-Bildschirms gegenüber dem Plasmagerät

  • geringerer Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung
  • ungleichmäßige Ausleuchtung
  • Blickwinkelabhängigkeit

Qualitätsmerkmale von TFT-Displays

Durch verschiedene Display-Technologien (z.B. TN, VA, ITS) und Zusatzmaßnahmen wie Filter und Art der Hintergrundbeleuchtung werden wesentliche Merkmale wie Auflösung, Schaltgeschwindigkeit, Farbtreue, Kontrast, Helligkeit und deren Blickwinkelabhängigkeit bestimmt. Diese Displaymerkmale bestimmen wiederum im Zusammenhang mit der weiteren Ausstattung den geeigneten Einsatzbereich eines TFT-Flachbildschirms. Produktionsbedingt treten bei den Displays Pixelfehler auf. Diese sind als immer leuchtende oder immer dunkle Bildpunkte erkennbar. Die Displays werden daher Pixelfehlerklassen zugeordnet, die damit ein grundlegendes Qualitätskriterium darstellen.

Die Pixelklassen

Die Tabelle definiert die maximal zulässige Anzahl und Art der Pixelfehler pro 1 Million Pixel.

Pixelfehlerklasse


Fehlertyp 1

(ständig leuchtender Pixel)

Fehlertyp 2

(ständig schwarzer Pixel)

Fehlertyp 3

(defekter Sub-Pixel, entweder ständig leuchtend (rot, grün, blau) oder ständig schwarz)

I

0

0

0

II

2

2

5

III

5

15

50

IV

50

150

500

Bildqualität im PC-Betrieb

Im PC-Betrieb werden verschiedene Auflösungen zwischen 640 x 480 und 2560 x 1600 Pixel genutzt. TFT-Monitore erreichen die beste Bildqualität in ihrer physikalischen Auflösung. Diese hängt vom Aufbau des Displays ab und ist gleichzeitig die höchste darstellbare Auflösung. Alle anderen - niedrigeren - Auflösungen werden auf die physikalische Auflösung umgerechnet oder es verbleibt ein schwarzer Rand. Die umgerechneten Darstellungen verlieren durch die Interpolation an Schärfe. Abhängig von der Displaygröße und dem Anwendungsbereich sollten Sie daher ein Display mit passender physikalischer Auflösung und geeignetem Format wählen.

Bildschirmgröße (Außenmaß)

Empfohlene Auflösung

(Zeilen x Spalten)

Format

17 bis 19 Zoll

1280 x1024 Pixel

5:4

21 Zoll

1600 x 1200 Pixel

4:3

20 bis 22 Zoll

1680 x 1050 Pixel

16:10

24 bis 26 Zoll

1920 x 1200 Pixel

16:10

30 Zoll

2560 x 1600 Pixel

16:10


Für eine verlustfreie Übertragung der digitalen Bilddaten vom Rechner zum TFT-Monitor ist eine (digitale) DVI-Verbindung zwischen Grafikkarte des PC und dem Monitor empfehlenswert. Der Betrieb am analogen VGA-Anschluss führt bei hohen Auflösungen zu Qualitätseinbußen. Kontrastreichtum und davon unabhängig regelbare Bildhelligkeit, sowie gleichmäßige Ausleuchtung und wenige Pixelfehler sind weitere Qualitätsmerkmale. Eine schlechte Blickwinkelabhängigkeit macht sich bei großen Diagonalen und bei Teamarbeit vor einem Bildschirm negativ bemerkbar. Werden PC-Spiele mit schnellen Bildwechseln genutzt, sind darüber hinaus die Schaltzeiten und eine eventuelle Bildverzögerung des Displays von höchster Bedeutung. Bei vielen Monitoren sind zusätzlich Anschlüsse für integrierte Lautsprecher, USB-Geräte und Speicherkarten vorhanden.

Bildqualität im TV-Betrieb

Auch im TV-Betrieb ist die Anzeigequalität abhängig von der physikalischen Auflösung. Während im PC-Betrieb jedoch hohe Pixeldichte und damit Auflösung im Verhältnis zur Größe qualitätsentscheidend ist, wird im Videobereich vor allem eine hohe Bildschirmdiagonalen gewählt, um dem Kinoerlebnis durch großformatige Darstellung nahe zu kommen. Ein Display mit 1920 x 1080 Pixel im Format 16:9 unterstützt optimal den FullHD-Standard für hochauflösende Videos. Für die Einstufung in HD-Ready reicht jedoch auch eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Großformatige TV-Geräte mit dieser Auflösung sind aufgrund ihrer geringeren Pixeldichte aber nur für gelegentliche Nutzung als PC-Monitor geeignet! Im TV-Betrieb sind Blickwinkelabhängigkeit und Schaltzeiten von größerer Bedeutung. Neben den technologisch vorgegebenen Eigenschaften wird durch zusätzliche Maßnahmen auf die Bildqualität Einfluss genommen.

  • Kammfilter: verhindert Kantenbildung bei Bewegtbildern
  • dynamische Hintergrundbeleuchtung: erhöht den Kontrast bei Bewegtbildern
  • 100-Hz-Technik: verringert durch Berechnung von zusätzlichen Zwischenbildern ein Ruckeln bei Kameraschwenks

In TFT-Fernsehgeräten werden ein oder zwei Tuner für den TV-Empfang eingebaut, die die Eigenschaften des Displays optimal unterstützen. Neben den üblichen analogen Kabeltunern werden zunehmend Tuner für DVB-T, dem Digital-Standard für TV über Antenne, eingesetzt. Einige TFT-Fernseher sind auch mit digitalem Kabeltuner oder eingebautem Sat-Receiver erhältlich. Über diese Empfangsgeräte sind dann Zusatzdienste wie Videotext und elektronischer Programmführer (EPG) verfügbar. Jedes dieser Empfangsgeräte kann jedoch auch als externes Gerät über analoge Anschlüsse wie Scart, Cinch oder den digitalen HDMI-Anschluss angeschlossen werden. Wenn möglich sollten Sie immer den digitalen Anschluss nutzen. Für die Nutzung im PC-Betrieb ist entweder ein analoger VGA-Anschluss oder der digitale HDMI-Anschluss geeignet.

Anschluss gesucht

Die analogen Anschlüsse für den PC-Betrieb sind nicht kompatibel mit denen im TV-Betrieb, für die digitalen Varianten gibt es Adapterkabel. Welche Anschlussvarianten genutzt werden, hängt von den Möglichkeiten der Zuspieler und den eigenen Qualitätsansprüchen ab. Für den parallelen Betrieb als PC-Monitor und TV-Gerät sollten Sie darauf achten, dass für jede Betriebsart ein separater Anschluss vorhanden ist.

PC-Betrieb

  • analog VGA-Anschluss (Sub-D)
  • digital DVI oder HDMI über Adapterkabel

TV-Betrieb

  • analog: Scart, Cinch oder S-Video
  • digital: HDMI oder DVI über Adapterkabel
  • für kopiergeschützte Inhalte (DVD) muss die digitale Schnittstelle HDCP-fähig sein

Weitere Ausstattungsmerkmale

  • eine entspiegelte Frontscheibe schützt vor mechanischer Beschädigung und erhöht den Kontrast
  • Standfuß oder Wandbefestigung nach VESA-Norm für eine sichere Befestigung
  • Kalibrierung für professionelle Grafik-Anwendungen
  • Touchscreen - ermöglicht die grafische Eingabe durch Berühren der Bildschirmfläche

Das passende Zubehör

Für die optimale Befestigung eines Monitors dienen optional erhältliche Zubehörteile wie Monitorarm, -halter, -ständer und TFT-Deckenhalterung. Ein Bildschirmfilter dient der Kontrastverbesserung, während Sie mit einem Bildschirmreiniger für einen klaren Durchblick sorgen. Eine schnelle und effektive Sicherung Ihres TFT Monitors erreichen Sie mit Hilfe eines TFT Savers.

Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext TFT Monitor, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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