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„Dichtungstechnik“
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Dichtungstechnik: Hier wird verbunden und gleichzeitig getrennt

Das Ziel der Dichtungstechnik ist es, den Bereich, in welchem zum Beispiel zwei Rohre oder zwei Teile eines Behälters aufeinanderstoßen, undurchlässig für Flüssigkeiten oder Gase zu machen. In vielen Fällen geht es schlicht darum, das Ausströmen von Wasser (Installations- und Heizungstechnik) zu verhindern oder einen Luftstrom zu unterbinden (Wohnraumisolierung). Dies erreicht man durch Dichtungsmaterialien, die normalerweise aus einem weicheren Material bestehen als die abzudichtenden Teile und zwischen diese gepresst werden.
Dichtungsmaterial kann aus Gummi, Aluminium, Kupfer, Kautschuk oder einem anderen natürlichen Material bestehen wie Hanf. Im Wasserleitungsbau setzte man früher ausschließlich Dichtungshanf ein, der erst an Ort und Stelle in die endgültige Form gebracht wurde; heutzutage greift man vielfach auf PTFE-Bänder zurück.

Die Dichtungstechnik unterscheidet statische Dichtelemente...

Bei der Auswahl der Dichtungen ist es entscheidend, ob die abzudichtenden Teile feststehend sind oder sich gegeneinander bewegen, denn die Dichtelemente werden im Konstruktionsprozess der Dichtungstechnik für einen speziellen Zweck entwickelt. Im ersten Fall kommen statische Dichtelemente zur Anwendung, wie Dichtringe, Dichtungsplatten oder Formdichtungen. Beim Kauf ist es wichtig, auf den Innendurchmesser, den Außendurchmesser und die Stärke des Rings zu achten.
Ein typischer Vertreter eines Dichtungsrings ist der so genannte O-Ring, den man von Wasserhähnen und -leitungen kennt. Die besonders preiswerten O-Ringe haben runde Querschnitte und werden keineswegs nur vom Wasserinstallateur verwendet. Mit der entsprechenden Beschichtung werden O-Ringe in gewissem Rahmen hitze-, kälte-, öl- und säurebeständig gemacht und in Hydraulik oder Pneumatik eingesetzt.
Eine Flachdichtung ist im einfachsten Fall ebenfalls ringförmig, jedoch ist der Querschnitt des Rings ein Rechteck. Flachdichtungen können auch die Form eines Rechtecks oder eines Quadrats haben. Weitere statische Dichtelemente der Dichtungstechnik sind Spiraldichtungen für Flansche, X-Ringe, Lippendichtungen, Kant- und U-Seals. Eine Formdichtung hat eine komplexere Gestalt, weshalb sie nicht universell einsetzbar ist, sondern für einen feststehenden Zweck gebaut wird. Für hydraulische oder pneumatische Maschinen sind spezielle Dichtungen im Fachhandel erhältlich, welche für höhere Drücke ausgelegt sind: Kolben- und Stangendichtungen, Abstreifer oder Nutringe.

... und dynamische Dichtelemente

Der zweite große Bereich der Dichtungstechnik sind Rotationsdichtungen. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn bewegliche Teile abgedichtet werden sollen, also zum Beispiel zwischen Welle und Wellenlager, wobei axiale und radiale Wellendichtringe erhältlich sind. Radiale Wellendichtringe sind das effektivere Mittel, das die Dichtungstechnik bereithält. Die axialen Wellendichtringe werden als Staub- oder Spritzwasserschutz verbaut. Eine in der Dichtungstechnik sehr verbreitete Bauform von Axial-Dichtringen sind V-Ringe und Gamma-Ringe; der Name weist auf die Form des Ringquerschnitts hin. Wellenschutzhülsen, NBR-Verschlusskappen sowie Gleitringdichtungen sind weitere Rotationsdichtungen.

Eine Dichtung für spezielle Anforderungen

Wenn die Betriebstemperatur der abzudichtenden Teile ungewöhnlich hoch ist, kann man keine herkömmlichen Dichtungen einsetzen. Hierfür hat man in der Dichtungstechnik Materialien entwickelt, die temperaturbeständig sind und daher die gewünschten Eigenschaften auch bei Temperaturen von 900 bis zu 1.600 Grad Celsius nicht verlieren. Temperaturbeständige Produkte sind Isolierschläuche, Isoliergewebe, Isoliergewebebänder oder Isolierschnüre.
Einen großen Bereich nehmen in der Dichtungstechnik die Kfz-Dichtungen ein. Die Dichtungstechnik muss hierbei in hohem Grad öl- und treibstoffresistente Dichtungen bereitstellen. Eine Öl- und Kraftstoff-Filterdichtung, eine Zylinderkopfdichtung und eine Antriebswellendichtung sind in allen Fahrzeugen verbaut. Von den Radlagern bis zum Dachfenster, vom Kühler bis zum Auspuff, alles muss abgedichtet werden. Das Baugewerbe ist ein weiteres breites Anwendungsfeld der Dichtungstechnik: Fenster- und Türdichtungen findet man in jedem Gebäude, wobei spezielle Dichtungen die Funktion eines Schall-, eines Rauch- oder eines Wärmeschutzes erfüllen.
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