3D-Fernseher – Fernsehen in der dritten Dimension
Die dritte Dimension in Filmen ist seit diversen Kinoerfolgen sehr beliebt. Auch für Zuhause kommen immer mehr Fernsehgeräte auf den Markt und verzaubern ihren Betrachter mit atemberaubenden Bildern. Auch in Firmen lässt sich in bestimmten Bereichen diese Technik anwenden. Bei
Präsentationen oder im Architekturbüro werden sehr oft CAD-Modelle in 3D erstellt. Zur Betrachtung wäre ein
Fernseher im Großbildformat besser geeignet als die Computermonitore, an denen diese erstellt wurden. Die Filmindustrie ist allerdings klar im Vormarsch, wenn es um die 3D-Technik geht.
Ein Rückblick
Die 3D-Technik wurde 1953 das erste Mal in einem Film angewandt. Über mehrere Jahrzehnte gab es keine größeren Erfolge. Im Jahr 2008 gelang ihr der große Durchbruch, allerdings in den Kinos. Seit 2010 gibt es auch für den Heimgebrauch erste 3D-Fernseher.
Technik
Die Fernseher ähneln normalen HD-Fernsehern. Der Unterschied liegt in einem doppelt erzeugtem Bild. Dieses Bild wird mittels einer
3D-Brille (Shutterbrille) in ein räumliches Signal umgewandelt. Standard-Panelgrößen sind 102 bis 163 cm (40 bis 63 Zoll). Von den Schnittstellen her unterscheiden sich die 3D-Modelle nicht von anderen
LCD-Fernsehern. USB, HDMI, VGA und Scart sind hier die gängigen Anschlüsse. Zum Abspielen eines 3D-Films wird somit das Fernsehgerät, die Shutterbrille und ein Blu-Ray-DVD-Player benötigt, welche die 3D-Funktion unterstützen müssen.
Stereoskopie
Der 3D-Effekt wird durch die Stereoskopie erzeugt. Das Bildmaterial wird mit einer Kamera mit zwei Linsen aufgenommen. Je nach Technik auch durch zwei Kameras in der Parallelschaltung. Die beiden Bilder werden in unterschiedlicher Frequenz auf dem TV wiedergegeben. Durch die Shutterbrille, welche die Bilder quasi übereinanderlegt, erzeugt unser Gehirn ein 3D-Bild. Hierbei sind mindestens 100 Hz für flüssige Bilder die Voraussetzung. Viele Hersteller bieten schon Geräte mit teilweise 240 Hz an. Die Fernseher verwenden die Autoskopie, also die Wiedergabe auf einem flachen Gerät. Alternativ sind gebogene TV-Flächen möglich. Hierbei muss allerdings der genaue Betrachtungswinkel eingehalten werden. Ein großer Nachteil. Somit kommt diese Technik sehr selten in Betracht. Für Präsentationen in Firmen oder dem Hausgebrauch sind Fernseher mit ebener Fläche klar im Vorteil.
Das Signal vom
Blu-Ray-Player wird per HDMI-Kabel mit der Frame-Packing Technik übertragen. Die Shutterbrille muss auf das Signal abgestimmt sein. Der Fernseher zeigt abwechselnd die beiden Bilder an, so dass die Brille abwechselnd ein Auge verdunkelt. Sie sollten also beim Kauf auf einen Hersteller achten, so ist die Kompatibilität der Geräte vorausgesetzt.
2D-Material in 3D
Viele Geräte unterstützen nativ die Umwandlung von 2D-Fernsehmaterial in 3D. Dabei sollten Sie allerdings keine 3D-Wunder erwarten, da diese Technik auch noch in der Erprobung der Hersteller ist. Die Funktion lässt sich bei störender Wahrnehmung ausschalten. Damit ist die Wiedergabe von „normalen“ TV-Sendungen gewährleistet.