Elektrische und elektronische Geräte sind so konzipiert, dass sie für viele Jahre sicher arbeiten und lange halten sollen, doch äußere Einflüsse können deren Lebensdauer einschränken. Damit Geräte einwandfrei funktionieren, muss verhindert werden, dass z. B. Nässe oder Staub in sie eindringen.
In wie weit sich elektrische Anlagen für bestimmte Umgebungsbedingungen eignen, ohne dass sie zerstört oder gefährlich für den Menschen werden, gibt die Schutzart nach
DIN EN 60529 an. Diese setzt sich aus der Abkürzung IP („International Protection“; wird aber auch als Ingress Protection“, zu deutsch Eindringschutz, bezeichnet) und einer international genormten meist zweistelligen Zahlenkombination zusammen. Dabei steht die erste Ziffer für den Schutzgrad gegenüber Fremdkörpern und Berührungen; die zweite Ziffer sagt aus, ob ein Gerät in feuchter Umgebung verwendet werden darf, also ob das Gehäuse gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist.
Eine dritte und vierte Ziffer sind für zusätzliche Angaben möglich, aber nicht zwingend notwendig.
Um eine Schutzart noch genauer beschreiben zu können, ist es möglich, an die zweistellige Ziffer noch einen Buchstaben anzuhängen. Beispielsweise kennzeichnet das „K“ die Ausrüstung von Straßenfahrzeugen bei einzelnen Kennziffern. Übrigens, sollte die erste oder zweite Ziffer nicht von Bedeutung sein, kann sie durch ein „X“ eliminiert werden.
Im nun Folgenden möchten wir Ihnen eine Übersicht über die Schutzarten geben.