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„Blade Server“

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€ 2.203,72*
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€ 1.365,87*
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Blade Server - Höchstleistung auf kleinstem Raum

Rechenzentren mit ihren oftmals für den Laien unüberschaubaren Serverfarmen sind ohne Blade Server undenkbar. Nur diese äußerst kompakten "Rechenknechte" können die extreme Dichte an Computern und die damit verbundene Rechenleistung sicherstellen.

Technisches über Blade Server

Blade Server unterscheiden sich von herkömmlichen Computern äußerlich bereits durch ihre genormte Größe. Die Geräte sind keine Stand-Alone-Systeme, sondern für die Bestückung eines 48 cm (19")-Racks vorgesehen. Die Höhe der Blades, die fest in die ebenfalls genormten 48 cm (19")-Schränke eingeschoben werden, fällt dabei erstaunlich gering aus. Üblicherweise sind die Blade Server nur wenige Zentimeter hoch oder -bei vertikalem Einschub - breit. Diese sehr kompakten Maße können nur durch Wegfall voluminöser Bauteile realisiert werden. So verfügen Blade Server in aller Regel über kein eigenes Netzteil und auch keine Steckplätze für PCI-Erweiterungskarten.

Platinen mit Hochleistungskomponenten

In die Geräte sind meist Platinen mit Hochleistungskomponenten integriert. So ist es bei modernen Blade Servern üblich, einen oder bei Mehrwegsystemen mehrere CPU-Sockel zur Verfügung zu stellen, die selbstverständlich Mehrkern-Prozessoren mit hohen Taktfrequenzen ansteuern. Die dazu gehörenden Chipsätze sind ebenfalls extrem leistungsfähig und binden schnellen Arbeitsspeicher an, der auch in der Regel größer ausfallen kann als bei herkömmlichen Computern. Bei vielen Blade Servern ist zudem noch ein SATA- oder SAS-Hostadapter auf der Hauptplatine integriert, der bis zu zwei Festplatten intern ansteuern kann. Die Slots für die Massenspeicher sind oft als Wechseleinschübe realisiert, so dass die Festplatten im Falle eines Defektes unverzüglich im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können ("Hot Swapping"). Oft kommen bei Blade Servern ausschließlich 6,4 cm (2,5")-Festplatten zum Einsatz.

Gemeinsam genutzte Komponenten

Damit die bei Hochleistungskomponenten im laufenden Betrieb entstehende Abwärme zuverlässig abgeführt werden kann, sind entsprechend leistungsfähige Lüfteranlagen in die Einbauschränke integriert. Im Schrank selbst befindet sich auch ein zentrales Netzteil, das alle Blade Server mit der nötigen Energie versorgt, weil diese über kein eigenes Netzteil mehr verfügen. Die Netzteile sind in aller Regel zudem redundant ausgelegt, da der Ausfall eines Netzteiles sämtliche Server in einem Einbauschrank betrifft.

Backplane

Über die so genannten Backplanes, die ebenfalls zentral von allen Blade Servern in einem Schrank angesteuert werden, können weitere Komponenten gemeinsam genutzt werden: So verfügen die Backplanes auch über die Möglichkeit, die Blade Server mit einem SAN ("Storage Area Network" - Speichernetzwerk) zu koppeln und somit nahezu unbegrenzten Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Die Backplanes sind dabei ebenfalls in der Regel redundant vorhanden.

Verwaltung

Da nicht jeder Blade Server über eine eigene Tastatur und ein eigenes Display verfügt, wird die Verwaltung und softwareseitige Konfiguration über gemeinsam genutzte Ein- und Ausgabegeräte vorgenommen, die ebenfalls über den Baugruppenträger angesprochen werden.

Technische Alleinstellungsmerkmale

  • Die hardwareseitige Konfiguration von Blade Servern fällt im Vergleich zu ihren Stand-Alone-Pendants deutlich einfacher und zeitsparender aus, da aufgrund vieler gemeinsam genutzter Komponenten und genormter Peripherie der Verkabelungsaufwand signifikant geringer ist.
  • Serverfarmen, die auf Blade Servern aufbauen, benötigen deutlich weniger Energie als herkömmliche Server-Infrastrukturen, weil aufgrund der gemeinsam genutzten Ein- und Ausgabeeinheiten nicht für jeden Server eigene Peripherie zur Verfügung stehen muss.
  • Blade-Systeme benötigen aufgrund ihrer Installationsdichte deutlich weniger Standfläche als herkömmliche Server-Systeme.
  • Aufgrund der speziell für den Serverbetrieb konstruierten Blade-Systeme ist der Austausch defekter Hardware wie auch die Aufrüstung vorhandener Infrastruktur deutlich einfacher und schneller zu bewerkstelligen als bei Stand-Alone-Systemen.
  • Durch das Konzept der zentralen Backplane und der Slot-Technologie für die eigentlichen Blade Server können wesentliche Komponenten beim Tausch von kompletten Blade-Einheiten weiterhin verwendet werden, was deutlich spürbare Kostenvorteile ergibt.
  • Blade Server bieten von Haus aus angepasste Betriebssysteme und speziell auf ihren Einsatzzweck hin zugeschnittene Serverdienste, so dass die Gefahr von Sicherheitsmängeln durch unnötigen Software-Overhead minimiert ist.
  • Durch aufeinander abgestimmte Hardware-Bauteile, die ein Optimum an Leistung ermöglichen, sind Performanceeinbußen aufgrund schlecht miteinander harmonierender Komponenten bei Blade Servern ausgeschlossen.
  • Bei der Entwicklung von Blade Servern ist seitens der Hersteller bereits ein besonderes Augenmerk auf die Datensicherheit im Unternehmen gelegt worden, so dass die Geräte ein Maximum an ausfallsicheren, meist redundant ausgelegten Technologien mitbringen.
  • Support und Service während des Lebenszyklus von Blade Servern sind von den Herstellern auf die Bedürfnisse der Kunden optimal abgestimmt.
  • Blade Server weisen in aller Regel verschiedene Sicherheits-Zertifizierungen unabhängiger Normungsinstitute auf, die für einen Betrieb in besonders sensiblen Bereichen unabdingbar sind und eine gegenüber herkömmlichen Systemen erhöhte Betriebssicherheit garantieren.
Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Blade Server, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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