Das Tauchgerät als Rückgrat im Tauchsport
Ob beim Tauchen im Freizeitbereich, beim
Sport oder im Rahmen von Einsatzorganisationen – das Tauchgerät gehört neben der funktionellen Kleidung (
Taucherbrille, Schwimmflossen und Taucherleuchten) zu jeder guten Ausrüstung. Es macht das Atmen unter Wasser möglich, bietet den Tauchern Sicherheit und gehört damit zum grundlegenden
Atemschutz.
Die Bestandteile von Tauchgeräten
Die Druckluftflasche
Die mit dem Atemgas gefüllten
Druckluftflaschen stehen unter einem Druck von 200 bar und haben ein Volumen von 6 - 15 Litern. Die Tauchutensilien, die oft als Sauerstoffflaschen bezeichnet werden, enthalten allerdings keinen reinen Sauerstoff. Ab einer Tiefe von rund sieben Metern würde dieser den menschlichen Körper vergiften. Mit der Menge der mitgenommenen Atemluft nimmt man nicht nur Einfluss auf die maximale Tauchzeit, auch muss man diese bei der Berechnung der mitzunehmenden Gewichte einbeziehen um den Auftrieb der Flaschen zu kompensieren.
Lungenautomat (Atemregler )
Der Lungenautomat ist das Bindeglied zwischen Pressluftflasche und der Atmung des Tauchers. In zwei Schritten wird der Druck des Atemgases zuerst von 200 bar auf einen Mitteldruck von 4 - 12 bar heruntergeregelt. Von diesem Mitteldruck aus erfolgt nun die Absenkung des Druckes auf ein Level, welches ein wenig über dem Umgebungsdruck liegt und somit atembar ist.
Jacket
Bei dem Jacket handelt es sich um das Grundgerüst des Tauchgeräts. Es besteht aus drei Haltegurten und verschiedenen Schlaufen, um sowohl die Druckluftflaschen als auch die Luftschläuche und Zusatzgeräte zu befestigen.
Der Zusammenbau eines Tauchgerätes
Egal, ob erfahrener Taucher oder Neuling, der Zusammenbau des Tauchgeräts läuft immer nach einem Schema ab. Zuerst sollte man die einzelnen Bestandteile vor sich ausbreiten, wobei es sich im meist um die Pressluftflasche, den Lungenautomat und das Jacket handelt. Mit den ersten Handgriffen sollte sichergestellt werden, dass die Schnalle des Flaschengurtes richtig in der Jacke eingefädelt ist. Im nächsten Schritt wird das Jacket so über die Pressluftflasche gezogen, dass deren Öffnung zum Befüllen zum Jacket zeigt. Sollte eine Fangschlaufe am Jacket vorhanden sein, wird die Druckluftflasche mit dieser gesichert. Zum Test der richtigen Ausführung hebt man das Tauchgerät an der Flasche an. Den korrekten Anschluss zwischen Pressluftflasche und Lungenautomat sollte man dem Beiliegeheft entnehmen und die Montage durch einen kurzen Ein-Aus-Atemtest beenden.
Sichere Lagerung des Tauchgeräts
Es ist selbstverständlich, das Tauchgerät nach dem Tauchgang zu demontieren, zu reinigen und sorgfältig zu verwahren. Zu beachten sind aber auch Verhaltensweisen bei längerer Nichtbenutzung des Geräts. Um ein unbemerktes Entleeren der Flasche zu verhindern, ist diese abzudrehen. Der Atemregler sollte durch einen Druck auf die Luftdusche von angestautem Luftdruck befreit werden, um die Dichtungen zu schonen. Auch ist darauf zu achten, das Tauchgerät nicht einfach hinzustellen, sondern es liegend, mit den Schläuchen nach oben gerichtet zu lagern.