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Indirekte Materialien

 

Indirekte Materialien (auch Nicht-Produktionsmaterial) sind alle Güter im Einkauf, die nicht direkt in den Produktionsprozess einfließen, wie z. B. Kugelschreiber, Handschuhe oder Kopierpapier.

Indirekte Materialien gehen im Gegensatz zum Fertigungsmaterial nicht substantiell in die Produkte ein: Neben Ersatzteilen und Instandhaltungsmaterial zählen hierzu insbesondere Betriebsstoffe und sonstige Prozessbedarfe, wie zum Beispiel schnell verschleißende Werkzeuge und Vorrichtungen. Weitere typische Beispiele sind Büromaterial oder Hygienepapiere. Indirekte Materialien zeichnen sich durch eine geringe strategische Bedeutung, eine hohe Bestellhäufigkeit sowie einen geringen Bestellwert aus. Ihr Bedarf ist unregelmäßig, dezentral und kaum planbar. Aus diesem Grund unterliegt die Beschaffung von indirekten Materialien oft einem Missverhältnis zwischen einem geringen Materialwert pro Bestellung und hohen Prozesskosten, die durch viele Prozessschritte (wie Genehmigungsverfahren, Transport oder Rechnungsprüfung) bedingt sind. Das Gegenteil zu indirekten Materialien stellen direkte Materialien dar.

Abb. Indirekte Materialien: Typische indirekte Materialien in Unternehmen

 

    Beispiele für indirekte Materialien:

  • Arbeitshandschuhe im Häuserbau
  • Kopierpapier in Büros
  • Werkzeuge in der Produktion
  • Besteck in der Gastronomie
  • Schmiermittel oder Kraftstoffe für Maschinen

 
Fälschlicherweise werden die Begriffe C-Teile bzw. C-Artikel und indirekte Materialien oft synonym verwendet. Indirekte Materialien bzw. indirekte Bedarfe umfassen alle Waren und Dienstleistungen, die zum laufenden Betrieb eines Unternehmens benötigt werden, jedoch kein direkter Bestandteil der Endprodukte sind. Typischerweise machen indirekte Bedarfe in einem produzierenden Unternehmen etwa 20 % des Einkaufsvolumens aus. Die Bezeichnung „C-Teil“ hingegen stammt aus dem betriebswirtschaftlichen Analyseverfahren „ABC-Analyse“. Bei der ABC-Analyse werden beliebige Objekte nach Relevanz in die Gruppen A, B und C eingeteilt. Die ABC-Analyse kann sowohl über das komplette als auch über Teile des Einkaufsvolumens oder einzelne Warengruppen durchgeführt werden. Somit können auch Teile aus dem direkten Bedarf ein C-Teil sein.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Einkauf von indirektem Material einen Großteil der Ressourcen bindet, aber nur einen geringen Anteil am Einkaufsvolumen ausmacht. Mittels digitaler Werkzeuge können Unternehmen bei der Optimierung ihres Einkaufs gerade bei der Beschaffung von indirektem Material große Einsparungen erzielen und strategisches Potenzial freisetzen. Auf diesem kostenfreien Online-Rechner können Sie ermitteln, welches Potenzial in Ihrem Unternehmen durch einen digitalisierten Einkaufsprozess gehoben werden kann. Die dort verwendeten Daten und Werte basieren auf einer langjährigen Studie der HTWK Leipzig zu den Einsparpotenzialen im indirekten Einkauf.

Mit Mercateo haben Einkäufer die Möglichkeit, nur noch eine Plattform für ihren gesamten indirekten Bedarf zu nutzen und ihren Einkauf sowie ihre Prozesse so zu optimieren. Sie erhalten Zugang zu einem riesigen Sortiment von geprüften und qualitätsgesicherten Lieferanten und reduzieren Freitextbestellungen sowie die Kreditorenanzahl. Im Best-Practice-Webinar erklärt Benjamin Storm, wie das Hamburger Unternehmen Lehmann&Voss sein C-Teile-Management mit Mercateo optimiert hat.