Home » Karriere » Mercateo intern » Einzigartige Studie: Wie Homeoffice bei Mercateo funktioniert

Einzigartige Studie: Wie Homeoffice bei Mercateo funktioniert

Studienleiterin Dr. Laura Bechthold (r.) und Studentin Maira Tolardo-Mooser analysieren die gesammelten Daten.
Studienleiterin Dr. Laura Bechthold (r.) und Studentin Maira Tolardo-Mooser

Im März 2020 eröffneten aufgrund der Corona-Pandemie die meisten der 600 Mercateos in 14 europäischen Ländern ihr Büro zuhause. Während sich für manche Kollegen dadurch nicht viel änderte, weil sie ohnehin ausschließlich von Zuhause aus arbeiten, war es für die meisten Mercateos und Teams eine riesige Umstellung. Neben der neuen Arbeitssituation kamen aber auch noch Unsicherheit oder Ängste durch die Pandemie dazu. Eine echte Herausforderung!

Um die individuellen Erfahrungen und Auswirkungen dieser Umstellung auf den Arbeitsalltag zu erforschen, hat Mercateo in Kooperation mit dem Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen der Zeppelin Universität während der Hochphase der Pandemie eine sogenannte „Tagebuchstudie“ durchgeführt.
Homeoffice bei Mercateo: Ab Mitte März 2020 eröffneten die meisten der 600 Mercateos ihre Büros von Zuhause aus.
Homeoffice bei Mercateo: Ab Mitte März 2020 eröffneten die meisten der 600 Mercateos ihre Büros von Zuhause aus.

2.200 Tagebucheinträge von mehr als 250 Mitarbeitern

Die Befragung dauerte von Ende März bis Ende Mai 2020 und umfasste verschiedene Themenbereiche wie das individuelle Wohlbefinden, die Produktivität im Homeoffice, die Zusammenarbeit im Team oder die Bewertung der Unternehmensführung in Sachen Krisenmanagement. Insgesamt kamen so mehr als 2.200 Tagebucheinträge von über 250 Mitarbeitern an verschiedenen nationalen und internationalen Standorten zusammen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten berichteten viele von einer enormen Produktivitätssteigerung durch die Ruhe und eine bessere Work-Life-Balance durch die freie Zeiteinteilung. „Den Mythos, dass im Homeoffice weniger oder gar nicht gearbeitet wird, können wir also definitiv entkräften“, sagte Studienleiterin Dr. Laura Bechthold, Postdoktorandin am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen.

Was motiviert im Homeoffice?

Die Befragten haben dabei überwiegend positive Erfahrungen im Homeoffice gemacht. Mehr als zwei Drittel wollen zukünftig mehr von Zuhause aus arbeiten und gaben an, dass die Produktivität als hoch empfunden wurde. Die Zeitersparnis durch wegfallende Arbeitswege wurden ebenfalls von vielen begrüßt, ebenso wie eine funktionierende technische Infrastruktur und wegfallende Ablenkung im Büro. Dennoch vermissten viele den persönlichen Austausch mit ihren Kollegen. Um das Teamgefühl zu stärken, entstanden deshalb im unternehmensweiten Videokonferenztool eigene Kanäle für ein gemeinsames Frühstück, spontane Kaffeepausen und gemeinsamen Sport in der Mittagspause, an denen jeder online teilnehmen konnte. Viele Geschäftstermine fanden per Videokonferenz statt, und ab und an kam dabei auch mal das „echte Leben“ in Form von Kindern oder Haustieren vorbei, was die Kontakte nach außen eher noch stärkte, als dass es störte.

Zitat zum Homeoffice bei Mercateo

Was stresst im Homeoffice?

Knapp die Hälfte der Mercateos leben mit ihren Kindern im Haushalt, einige davon sind auch alleinerziehend. Diese Doppelbelastung durch Arbeit und Kinderbetreuung bzw. Homeschooling nannten die Mitarbeiter als einer der häufigsten Stressfaktoren. Daneben gaben die Befragten technische Probleme wie fehlende Hardware, eine instabile Internet-Verbindung und auch unbequeme Sitzmöbel an. Um die Mitarbeiter etwas zu entlasten, konnte sich jeder Mitarbeiter einen Bürostuhl und einen zweiten Bildschirm für Zuhause abholen.
Seit Juni 2020 hat Mercateo eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die eine schrittweise Rückkehr in die Büros ermöglicht. Den Mitarbeitern ist es mittlerweile freigestellt, ob sie im Büro oder von Zuhause aus arbeiten.

Einzigartige Studie über Menschen im Homeoffice

„Interessant war, dass in fast allen Bereichen keine bis nur sehr geringe Schwankungen zu beobachten waren. Als Organisation insgesamt so „emotional stabil“ durch eine Krise zu kommen, ist bemerkenswert und zeugt davon, dass es wahrscheinlich schon im Vorfeld eine gute Unternehmenskultur gegeben haben muss, die nun zum Tragen kam“, folgert Dr. Laura Bechthold.

Studienleiterin Dr. Laura Bechthold (r.) und Studentin Maira Tolardo-Mooser analysieren die gesammelten Daten.
Studienleiterin Dr. Laura Bechthold (r.) und Studentin Maira Tolardo-Mooser analysieren die gesammelten Daten zum Thema Homeoffice.

Alle gesammelten Daten werden in den nächsten Monaten genau analysiert. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für digitale Teamarbeit und Führung abzuleiten. Die Masterarbeit von Maira Tolardo-Mooser nutzte bereits die gesammelten Daten und untersuchte die Stressfaktoren und Motivatoren im Homeoffice während der COVID19-Pandemie. „Aus wissenschaftlicher Sicht haben wir eine einzigartige Studie geschaffen, die es in dieser Form noch nicht gab und die spannende neue Einblicke liefert, wie Menschen im Homeoffice im Allgemeinen und in gesellschaftlichen Ausnahmesituationen im Speziellen arbeiten“, so Dr. Laura Bechthold abschließend.

Teilen: 

Mercateo Newsfeed - Bleiben Sie informiert!

Sie möchten informiert werden, wenn es hier etwas Neues gibt? Abonnieren Sie den Mercateo Newsfeed! Auch über Veranstaltungen, Vorträge, Presseartikel, Webinare oder Internes halten wir Sie per RSS-Feed auf dem Laufenden. Hier anmelden.