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„Wir sind in der Digitalisierung der Welt angekommen“

Unternehmen stehen im indirekten Einkauf vor vielen Herausforderungen wie zum Beispiel fehlender Transparenz, mangelnder Vergleichbarkeit, hohen Maverick-Buying-Quoten, uneinheitlichen Bestellprozessen und damit verbundenen Prozesskosten. Andererseits kommen neue Herausforderungen hinzu, wenn sich Unternehmen für ein Einkaufssystem entschieden. „Bitte unterschätzen Sie nicht den Prozess im eigenen Unternehmen und fangen Sie in kleinen Schritten an“, riet deshalb Mercateo Vertriebsleiter Siegfried Hakelberg. Gemeinsam mit anderen Fachexperten stellte er auf dem Mercateo Business Breakfast in Stuttgart am 4. Dezember 2019 neue Lösungsansätze für den indirekten Einkauf vor.

Prozesskosten runter, Wertbeitrag rauf

Eine Bestellung bis hin zur Bezahlung komplett durch zu administrieren, kostet ein Unternehmen ohne einheitlichen, digitalen Einkaufsprozess rund 100 bis 150 Euro. Das hat auch Ralph Ulmer, Executive Vice President der Hoerbiger Antriebstechnik Holding, erkannt. Im Oktober 2018 entschied er sich für den Mercateo Marktplatz als Weblösung, um Prozesskosten auf 50 Euro zu senken und den Wertbeitrag der Einkaufsabteilung zu steigern. Bei über 73.000 Bestellungen pro Jahr sei das ein enormer Hebel, so Ulmer.
Das 1895 gegründete Unternehmen Hoerbiger startete mit einem Pilotprojekt: Es führte zunächst den Mercateo Marktplatz als Lösung für den Randbedarf ein und nutzt nun auch das darin integrierte B2B-Netzwerk Unite. Der Rollout-Prozess inklusive Schulung durch Mercateo war innerhalb von drei Wochen abgeschlossen. Mittlerweile setzt Hoerbiger Mercateo in neun Produktionswerken ein, drei Werke in Österreich, der Schweiz und Polen sind aktuell in Vorbereitung. Außerdem sind 15 Lieferanten des Unternehmens als Exklusivkataloge in die Mercateo Lösung integriert worden. Die Zusammenarbeit zeigt Wirkung: Seit der Einführung von Mercateo liegen die Administrationskosten bei 30 bis 40 Euro. „Wir haben wirklich einen sehr digitalisierten Prozess, bei dem im Idealfall außerdem dem Thema Wareneingangsbuchung niemand mehr manuell eingreifen muss.“

Lieferantenvielfalt durch Unite, ohne Lieferantenstamm aufzublähen

Bei der Digitalisierung von Kernbedarfen geht Hoerbiger noch einen Schritt weiter. Hoerbiger nutzt das B2B-Netzwerk Unite, um auch Lieferanten über den App Store anzubinden. „Wir haben gelernt, dass durch die Lieferantenreduktion am Schluss das Portfolio und die Vielfalt leiden. Durch das Single-Creditor-Modell von Unite habe ich die Möglichkeit, meine Vielzahl aufrecht zu erhalten und neue Lieferanten über den Unite App Store freizuschalten, ohne meinen Lieferantenstamm aufzublähen“, sagte Ralph Ulmer. Die Idee mit der Unite App-Lösung und dem Zusammenschluss auf Netzwerken hat den Einkaufsexperten Ulmer begeistert. Jederzeit kann er Lieferanten-Apps auch wieder kündigen. „Das hat in der Vergangenheit einen riesen Administrationsaufwand nach sich gezogen. Damit sind wir wirklich auch in der Digitalisierung der Welt angekommen“, so Ulmer. Das sei eine ganz andere Art, den indirekten Einkauf zu bestreiten.

Einkauf in vertrauter Systemoberfläche

Wie Unternehmen den Einkauf in ihrem bestehenden E-Procurement-System managen, ohne in andere Webshops über Punch-Outs abzuspringen, stellte Integra-Geschäftsführer Thomas Behrens vor: „Vor der Zusammenarbeit mit Unite hatten unsere Kunden die Herausforderung, dass sie oftmals bei der Suche über sogenannte OCI-Punch-Out-Kataloge nicht die gewünschten Ergebnisse gefunden haben. Mit der Integration von Unite über die API haben unsere Kunden die Möglichkeit, direkt im Mercateo Sortiment zu suchen und da sind die Suchergebnisse herausragend.“ Durch die API-Technologie ist der Unite App Store und der Mercateo Shop im E-Procurement-System integriert. Das bedeutet, so Behrens, der User bleibt in seiner vertrauten Umgebung und erhält eine übergreifende Suche über alle gehosteten und Netzwerk-Kataloge inklusive Marktplatz. „Das Freischalten von weiteren Lieferanten im App Store ist sehr einfach. Nach der Aktivierung steht der Lieferant sofort im E-Procurement-System zur Verfügung“, so Behrens.

Neben den Praxisberichten kam beim Mercateo Business Breakfast in Stuttgart die Vernetzung nicht zu kurz. Zwischen den Vorträgen konnten sich die Einkaufsverantwortlichen bei einem gemeinsamen Frühstück austauschen und miteinander vernetzen.

Impressionen der Veranstaltung

Vortrag in voller Länge

Den Vortrag von Ralph Ulmer von Hoerbiger können Sie hier in voller Länge ansehen:

 

Veranstaltungsdetails

Name: Mercateo Business Breakfast
Zeit: 04.12.2019
Ort: Neubau Filderhalle, Stuttgart
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