Ungehärteter japanischer Kohlenstoffstahl für Feuerschweißungen. Leicht legierter Kohlenstoffstahl, martensitisches Gefüge, durch Carbidbildung etwas zäher und verschleißfester als Shiro Gami, etwas gröberes Korn. Lieferung mit Härteanleitung. Analyse: C 1,1 - 1,2%, Si 0,1 - 0,2%, Mn 0,2 - 0,3%, Cr 0,2 - 0,5%, W 1,0 - 1,5%, P<0,025%, S<0,004%.
Yasugi Stahl Obwohl Eisen das vierthäufigste Element ist, kann es nur mit hohem Aufwand in reiner Form gewonnen werden. Denn Ferrum hat eine hohe Affinität zu anderen Elementen wie Al, Cu, S oder P, die sich als Verunreinigungen an den Korngrenzen konzentrieren und zu Sprödbruch führen können. Deshalb haben japanische Metallurgen schon vor 1500 Jahren ihr Bestes gegeben, um im Holzkohlenbrand (schwefelfrei, im Gegensatz zu Koks) aus dem Eisensand des Flusses Hino, Stahl der höchsten Reinheit zu erschmelzen. Dieser so genannte „Tamahagane“ begründete die legendäre Schärfe des Samuraischwerts und ebnete den Weg für den Ruhm der japanischen Schmiedekultur. Die in Yasugi, dem traditionellen Standort der Eisenverhüttung, beheimatete Firma Hitachi hat diesen Prozess industrialisiert, um unter ähnlichen Bedingungen und mit gleichen Ausgangsmaterialien den ultimativen Schnittstahl zu gewinnen. Unter dem Namen Shiro Gami bzw. Ao Gami (Weißer oder Blauer Papierstahl, benannt nach der Farbe des Verpackungspapiers) ist er heute die Basis für die hohe Qualität der japanischen Schneidwerkzeuge und Messer. Er wird in der Regel im Verbund mit nicht härtendem Eisen feuerverschweißt und zu Klingen weiterverarbeitet. Lieferung als ungehärteter Flachstahl mit Hinweisen zur Wärmebehandlung. Flachstab 3 x 10 mm x 1 Meter. |