Komfortabel und einfach Gefrieren mit einem Tiefkühlschrank
Eine unterbrochene Kühlkette ist der Albtraum eines jeden Gastronoms sowie Gastes und wenn es um Fragen der Hygiene geht. Optimale Kühltemperaturen halten Lebensmittel nicht nur langfristig frisch, sondern sorgen auch dafür, dass Vitamine und andere Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln erhalten bleiben. Um dieses Ziel zu realisieren, werden dem Verbraucher unterschiedliche Tiefkühlschränke angeboten. Worauf Sie bereits vor dem Erwerb eines solchen
Haushaltsgerätes achten sollten, möchten wir Ihnen mit diesem kleinen Einkaufsratgeber näher bringen.
Der Unterschied zwischen Tiefkühlschrank und -truhe
Tiefkühlschränke gehören in die Küche und sind deshalb in Stand- und Einbaugeräte untergliedert. Sie bieten ein Fassungsvermögen von bis zu 275 Litern. Zahlreiche Schubladen erleichtern bei diesen Elektrogeräten das übersichtliche Lagern der eingefrorenen Lebensmittel. Jedoch tritt bei geöffneter Tür eine große Menge an kalter Luft aus, weshalb der Tiefkühlschrank eher dafür gedacht ist, Lebensmittel wie Eis oder aber auch
Gewürze einzufrieren, die des Öfteren benötigt werden und nach dem Gebrauch erneut eingefroren werden sollen.
Tiefkühltruhen sind dagegen für eine längerfristige Einlagerung von Lebensmitteln wie Fleisch und Gemüse gedacht. Sie sind gegenüber Tiefkühlschränken deutlich günstiger im Verbrauch, da bei diesen Modellen die kalte Luft beim Öffnen des Deckels nach unten sinkt. Bei geöffnetem Deckel tritt somit weniger Kälte nach außen.
Auf diese Punkte sollten Sie beim Kauf eines Tiefkühlschranks achten:
Höhe, Breite und Einbaufähigkeit der Gerätes
Tiefkühlschränke gibt es natürlich - wie Kühlschränke auch - in den verschiedensten Höhen von ca. 80 bis 160 Zentimetern, vereinzelt auch größer. Dabei ist die Breite der einzelnen Geräte genau an die klassischen Küchenmaße angepasst. Somit lässt sich also jeder Einbautiefkühlschrank auch mühelos in jede Küche integrieren.
Nutzinhalt in Litern
Der Nutzinhalt eines Tiefkühlschrank wird in Litern angegeben. Dabei unterscheidet man allerdings zwischen Brutto- und Netto-Inhalten. Der Nutzinhalt entspricht dem Nettowert. Das Gefriervermögen gibt indes an, wie viel Kilogramm in 24 Stunden maximal eingefroren werden können. Je größer das Gerät, desto höher ist letztendlich auch der Anschaffungspreis und die anfallenden Stromkosten. Da ein halb voller Tiefkühlschrank genauso viel Strom verbraucht wie ein voller, sollte der Nutzinhalt auch zur Personenanzahl passen.
Ein-Personen-Haushalt
Hier reicht ein Tiefkühlschrank (Tischgerät) mit einem Nutzinhalt von ca. 50 Litern völlig aus.
Zwei-Personen-Haushalt
Hier ist ein Gefrierschrank mit mehreren Fächern und einem Nutzinhalt von ca. 200 Litern meistens ausreichend.
Vier-Personen-Haushalt
Für einen normalen Haushalt mit vier Personen sollten Sie zu einem Tiefkühlschrank greifen, der über einen Nutzinhalt von ca. 200 bis 300 Litern verfügt.
Großfamilie oder kleinere Restaurants
Bei einer Großfamilie oder einem Restaurant ist es vorher schlecht abzuschätzen, wie viel Lebensmittel eingefroren werden sollen, da meist sehr großzügig im Angebot gekauft wird. Aus diesem Grund sollte der Tiefkühlschrank ruhig etwas größer ausfallen, als eigentlich benötigt.
Energieeffizienz
Wie effizient oder anders ausgedrückt wie sparsam ein Elektrogerät im Stromverbrauch ist, erkennt man an der jeweiligen Energieeffizienz-Klasse, die am Gerät angebracht ist. Diese wird durch die Buchstaben A bis G gekennzeichnet. Seit September 1999 ist übrigens größtenteils der Verkauf von Geräten der Klassen E, F und G sogar untersagt. Die Energieeffizienzklassen A+ und A++ sind hingegen als recht sparsam einzustufen. Dabei ist ein Gerät mit der Klasse A+ gut 25 Prozent und mit A++ sogar 45 Prozent günstiger im Stromverbrauch als ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A. Die neue Generation Energy + setzt dabei die Messlatte noch höher an. Solche hochmodernen Elektrogeräte dürfen einen Jahresverbrauch von 280 kWh/Jahr nicht übersteigen.
Die oft vergessenen Klimaklassen
Die Klimaklassen geraten oftmals beim Kauf von Geräten in Vergessenheit. Dabei geben gerade sie Aufschluss darüber, wo der Tiefkühlschrank aufgestellt werden sollte und in welchem Temperaturbereich er am zuverlässigsten arbeitet. Für einen kühlen Keller zum Beispiel reicht ein Gerät mit der Klimaklasse SN völlig aus. Ein Gerät mit der Klimaklasse N ist wiederum für die Küche geeignet. Um hier einen Überblick zu bekommen, wo Geräte mit welcher Energieklasse aufgestellt werden sollten, haben wir für Sie die unten stehende Übersicht der Klimaklassen erstellt.
Klimaklassen Temperaturbereich
SN (Sub-Normal) 10 bis 32 °C
N (Normal) 16 bis 32°C
ST (Subtropisch) 18 bis 38°C
T (Tropisch) 18 bis 43°C
Akustische oder visuelle Warnsignale
Warnsysteme geben Aufschluss über verschiedene Informationen und vermeiden unnötigen Kälteverlust. Kleine Kontrolllampen oder
LEDs signalisieren zum Beispiel, ob die Automatik arbeitet oder die Gefriertemperatur erreicht ist. Neben den LEDs oder
Leuchtdioden meldet häufig noch ein akustischer Warnton das Ansteigen der Temperatur im Gefrierraum. Besonders empfehlenswert sind Geräte, die zusätzlich noch ein digitales
Thermometer integriert haben. So lässt sich die im Inneren herrschende Temperatur schon von Weitem genau ablesen.
Abtauautomatik (Low bzw. No Frost)
Eiskristalle und Ablagerungen, die aus feuchter Luft entstehen und in Kühl- und Gefriergeräte gelangen, führen zu erhöhtem Stromverbrauch. Low-Frost-Geräte verringern das Einströmen von feuchter Außenluft, ohne dabei unnötig Strom zu verbrauchen. Dadurch machen sie das Abtauen weitgehend überflüssig. No-Frost-Geräte verhindern Eisablagerungen durch einen permanenten zugeführten Luftstrom. Da der Ventilator allerdings kontinuierlich läuft, benötigen diese Geräte ca. 10 bis 30 Prozent mehr Strom. Mittlerweile bieten jedoch immer mehr Hersteller auch sparsame No-Frost-Geräte der Klasse A+ an. Damit ist ein Abtauen nicht mehr notwendig.
Tipps und Tricks
Die Superfrost-Funktion verhindert einen unerwünschten Temperaturanstieg beim Einlegen der Lebensmittel und ermöglicht auch ein zügiges Einfrieren größerer Mengen. Das Gerät selbst kühlt dabei auf eine Temperatur von unter minus 30 °C ab. Danach schaltet diese Automatik auf Normalbetrieb zurück.
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