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 Weitere Informationen zum Thema Radlager | |  | Radlager für Autos und andere Fahrzeuge
Radlager zählen zu den wichtigen Fahrzeugteilen und sind verantwortlich für die Spurgenauigkeit, Kraftübertragung und Sicherheit. Die starken Kräfte, die auf ein Radlager einwirken, erfordern hochwertige Materialien und gute Pflege.
Radlager wurden bereits von den Kelten verwendet
Radlager, die auch als Wälzlager bezeichnet werden, wurden bei Ausgrabungsarbeiten entdeckt. Es stellte sich heraus, dass schon die Kelten für ihre Streitwagen Radlager aus Buchenholz verwendeten. Bereits zu dieser Zeit erkannte man, dass eine bewegliche Lagerung den Rädern Stabilität auch auf ungeraden Untergründen verlieh. Gleichzeitig ließen sich Räder, die durch Wälzlager mit der Achse verbunden waren, leichter drehen. Die Technik dieser wichtigen Lager für rollende Fahrzeuge, die in der Antike bereits aus Metall bestanden, wurde im Laufe der Geschichte beständig weiter entwickelt. Erste Radlager, in denen Kugellager eingesetzt wurden, verwendete man schon im ersten Jahrhundert n. Chr. Im modernen Fahrzeugbau ersetzen schräg angebrachte Zylinderrollen die traditionellen Kugellager.
Aufgabe und Funktion moderner Radlager
Moderne Radlager, wie sie in Autos und anderen Fahrzeugen verwendet werden, sind komplizierte Konstruktionen, die den hohen Ansprüchen einer ausgefeilten Technik gerecht werden. Die wichtigste Aufgabe eines Radlagers besteht in seiner Standfestigkeit und Beweglichkeit. Da es sich um ein Kraftfahrzeug-Bauteil handelt, das in sich beweglich sein muss, sind geringe Reibungswiderstände eine wichtige Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit des Lagers. Autofahrer bemerken die Radlager im Idealzustand nicht, da sie für Laufruhe und Laufsicherheit der Räder sorgen. Erst dann, wenn ein Radlager defekt ist, wird der Fahrer durch unruhigen Lauf und Schlagen des Lenkrads auf dieses Bauteil aufmerksam. Die Lager haben die Funktion, eine reibungslose Bewegung der Räder am Fahrzeug zu gewährleisten und stellen die Verbindung zwischen der Antriebswelle und den Rädern her.
Zusammensetzung der Radlager
Im Fahrzeugbau kommen Radlager verschiedener Bauformen zum Einsatz. Die unterschiedlichen Modelle folgen dabei demselben Grundprinzip. Zwei Schrägkugellager sind mit getrennten Innenringen und einem gemeinsamen Außenring miteinander verbunden. Diese flexiblen Verbindungen verleihen dem Lager die Möglichkeit, radiale und axiale Kräfte aufzunehmen und Schläge durch unebene Untergründe zu absorbieren.
Angetriebene und nicht angetriebene Achsen
In ihrer Ausprägung unterscheiden sich Lager, die an angetriebenen und nicht angetriebenen Achsen verwendet werden. Das Radlager für die nicht angetriebenen Achsen ist die einfachere Bauform und zeichnet sich durch die Verwendung schräger Zylinderrollenlager aus. Diese haben gegenüber Kugellagern den Vorteil, dass sie stärkere Kräfte übertragen können. Im Fahrzeugbau ist der Einsatz von Kugellagern daher aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen nicht möglich, obwohl diese leichtgängiger sind.
Radlager für nicht angetriebene Räder erlauben die Einstellung des Lagerspiels. Durch die ständig auf das Lager einwirkenden Kräfte erhöht sich das Lagerspiel mit der Zeit, so dass es sinnvoll ist, die Radlager regelmäßig nachzustellen. Simmerringe und Schutzkappen schützen das Lager vor übermäßigem Fettaustritt, Korrosion und Feuchtigkeit. Da in den meisten Fällen nur eine Achse des Fahrzeugs angetrieben wird, kommen an den Vorder- und Hinterrädern unterschiedliche Lager zum Einsatz.
An Achsen ohne Antrieb sind die inneren Ringe der Radlager mit der Radaufhängung verbunden und ruhen. Lediglich die äußeren, mit der Radnabe verbundenen Ringe bleiben in Bewegung. Anders verhält es sich bei angetriebenen Achsen, denn hierbei sind beide Ringe in Bewegung.
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Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext Radlager, dann informieren Sie uns bitte per Formular. |
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