Das bekannteste deutsche Küchenkraut: die Petersilie
Dass die Petersilie in der Küche am häufigsten Verwendung findet ist kein Geheimnis,
aber dass sie auch gleichzeitig eine Heilpflanze ist, ist vielen unbekannt.
Sie besitzt einen sehr hohen Anteil an Vitamin C, wirkt somit belebend und hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit.
Petersilie regt außerdem den Verdauungsvorgang an, wirkt harntreibend und positiv auf Blase und Niere.
Das Saatgut richtig verwenden
Petersilie kann bereits schon ab März ausgesät werden, am Besten im Gewächshaus oder in der Wohnung,
um ein ertragreiches Jahr zu erreichen. Die Samen brauchen etwa 4 Wochen zur Keimung uns sollten im Abstand von 15 cm ausgebracht werden.
Empfehlenswert ist es die Petersilie lediglich feucht zu halten und nicht zu nass.
Sinnvoll ist ein halbschattiger Standort mit nährstoffreichem und nicht frisch gedüngtem Boden.
Erprobt ist es, die Petersilie nicht zu sparsam anzubauen, da sie sehr langsam wächst und oft gebraucht werden kann.
Es sollte jedes Jahr frisch gesät werden, da Petersilie im zweiten Jahr zur Blüte kommt und abstirbt.
Am Besten immer an wechselnden Standorten.
Petersilie mag die Nähe von Tomaten, Zwiebeln, Spargel, Radieschen und Meerrettich.
Ungünstig wäre die Nähe zu Lauch, Salat und Sellerie.
Die Ernte
Die fertige Petersilie kann ganzjährig geerntet werden. Von Vorteil ist, dass sie jederzeit nachwächst.
Einfach die Blätter mit den Stielen abzupfen und danach gründlich abspülen. Schon ist sie bereit für ihren Einsatz in der Küche,
zur Dekoration oder direkt zum Einfrieren.
Unterschiedliche Arten der Petersilie
Es wird zwischen der Blattpetersilie und der Wurzelpetersilie unterschieden.
Die Blätter der Blattpetersilie sind entweder glatt oder kraus. Die mit den krausen Blättern ist beliebter,
da sie milder ist und weniger ätherisches Öl besitzt. Die Petersilie mit den glatten Blättern hat ein kräftigeres Aroma und
enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe. Die Aussaat kann März bis August erfolgen, wobei die Juli-/Augustaussaat besonders gut ist.
Günstig sind Mischkulturen mit Gurken, Kohl, Kartoffeln, Möhren, Rosen, Ringelblumen, Tomaten und Zwiebeln.
Der Abstand der Reihen sollte 10 – 15 cm betragen. Ernten können Sie die Blattpetersilie den ganzen Sommer über,
jedoch sollten Sie darauf achten, immer die Herzblätter stehen zu lassen. Einen kräftigen Neuwuchs erreichen Sie,
wenn Sie die Blätter bei krankem Aussehen oder Blütenbildung zurückschneiden.
Die Wurzelpetersilie besitzt glatte, aromatische Blätter und hat eine weiße, lange Rübe, die bis zu 20 cm groß sein kann.
Die Blätter sind außerordentlich aromatisch und die Wurzel wird als Suppenwürze genutzt.
Die Aussaat geht von März bis Mai und die Abstände der Reihen sollten 30 cm haben. Die Wurzelpetersilie nicht zu oft gießen!
Mischkulturen sind günstig mit Salat, Tomaten, Erbsen und Roter Beete. Die Ernte ist dann im Oktober.
Wenn der Frost kommt und Sie sie im Freiland lassen, sollten Sie eine gute Abdeckung gewährleisten.
Diese Art von Petersilie können Sie für viele Gerichte verwenden, wie z. B.
Gerichte mit Fisch, Fleisch, Geflügel, Eiern oder Kartoffeln, sowie für Reis- und Nudelgerichte.
Es werden auch Salate, Soßen, Suppen und Marinaden mit der Petersilie verfeinert.
Die Petersilie nicht zu fein schneiden, da sie sonst ihr herrliches Aroma verliert!
Anwendung als Tee und Tinktur
Petersilie können Sie wahlweise als Tee oder Tinktur anwenden.
Für einen Petersilientee übergießen Sie ein bis zwei Petersilien- Samen oder Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und
lassen ihn etwa 10 Minuten ziehen. Für eine Petersilientinktur übergießen Sie wieder Petersilien-Samen, Wurzel oder Blätter,
aber diesmal mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Am besten verwenden Sie dazu ein Glas mit Schraubdeckel.
Die Mischung dann für 2 bis 6 Wochen verschlossen ziehen lassen.
Zur äußerlichen Anwendung wird der Tee oder die Tinktur für Umschläge, Bäder oder auch Waschungen genutzt.
Hiermit können Sie Insektenstiche lindern.
Bei innerlicher Anwendung hilft der Tee oder die Tinktur gegen Blaseninfektionen einsetzten.
Ebenfalls einsetzbar ist die Petersilie bei Verdauungsproblemen und Blähungen.
Da sie reich an Vitamin C ist, besteht die Möglichkeit sie als ergänzender Nahrungsversorgung zu verwenden.
Petersilie in der Küche
Hauptsächlich wird die Petersilie in der Küche als Gewürz eingesetzt. Sie passt hervorragend zu Suppen und Salaten oder zu Kräuterquarks.
Eine weitere Variante ist die Anwendung der Petersilie zu einem frischen und leckerem Pesto.
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