Majoran - ein unvergleichliches Gewürz
Ursprünglich kommt der Majoran aus Indien und war dort sehr verbreitet. Aber auch im östlichen Mittelmeergebiet ist er heimisch.
Arabische Händler brachten das Gewürz mit nach Europa und sie nannten es "Marjamie", was der Unvergleichliche bedeutet.
Seit dem 16. Jahrhundert findet Majoran auch in Mitteleuropa seine Verwendung.
Heute ist der Majoran in allen Ländern der gemäßigten Zone verbreitet.
Hauptanbaugebiet in Deutschland ist bei Aschersleben in Sachsen-Anhalt.
Der Anbau von Majoran
Majoran wächst sehr gut auf leichten, humosen Sand- und Lehmböden und liebt es möglichst sonnig und warm.
Ab Mitte März können Sie Majoran schon auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder auch im Frühbeetkasten aussäen.
Eine Freilandaussaat ist erst ab Mitte Mai möglich, da Majoran sehr frostempfindlich ist.
Nach der Aussaat ist es besser, wenn Sie den Samen leicht andrücken, aber nicht mit Erde abdecken, da Majoran ein Lichtkeimer ist.
Die Keimzeit liegt bei 21 bis 28 Tagen. Pflanzen können Sie ab Mitte Mai im Freiland.
Empfohlener Abstand ist 25 x 15 cm, mit etwa 3 Pflanzen pro Pflanzstelle.
Die Erntezeit ist da!
Ernten können Sie das Kraut vor der Blütezeit, ungefähr ab Juni.
Günstig ist es, den Majoran morgens zu ernten, da dann sein Ölgehalt am höchsten ist.
Majoran eignet sich auch sehr gut zum Anbau im Blumentopf.
Pro Topf können Sie ca. 20 Korn aussäen und diesen an einen sonnigen Standort stellen.
Eine Konservierung des Majorans ist durch Trocknung oder Einfrieren möglich. Beim Trocknen behält er sein Aroma.
Es gibt 2 verschiedene Arten des Majorans: den Blatt-Majoran, der längere Stiele besitzt und den Knospen-Majoran,
der einjährig ist und kürzere Stiele hat.
Majoran in der Küche
Majoran sollte nur sparsam verwendet werden, denn er besitzt eine sehr starke Würzkraft.
Vor allem ist er bekannt als Wurstgewürz.
Überdies findet er ferner Verwendung bei Soßen, Suppen, Pizza, Kartoffel, Fleisch- und Pilzgerichten.
Majoran passt nebenbei auch zu Geflügel, Hülsenfrüchten, Fischsalaten, Fleischpasteten und als Füllmasse für Gänse.
Majoran als Heilpflanze
Majoran gilt als wirksames Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden, sowie Heuschnupfen, Blähungen und Durchfall.
Er wirkt beruhigend. Majoran besitzt ebenso eine krampflösende Eigenschaft, womit er Asthma, Lähmungen und Schwindelanfälle lindern kann.
Wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung eignet sich Majoran besonders gut bei fettigen Speisen, wie z. B. Ganz und Schmalz.
Ein Dampfbad mit Majoran schafft gegen fettige und unreine Haut Abhilfe.
Äußerlich angewendet fördert er die Hautheilung und lindert zugleich Kopfschmerzen.
Ansonsten hilft Majoran auch bei Erkältungen weiter.
Ein kleiner Tipp für Sie
Majoran vertreibt Ameisen und verhindert das Ranzigwerden von Fetten, wie z. B. bei ausgelassenem Schweine- und Gänseschmalz.
Außerdem verträgt sich Majoran auch mit anderen Kräutern, wie Basilikum, Rosmarin und Beifuss.
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