Das beliebte "Mutterkraut" - die Kamille
Das Mutterkraut ist nur eine von zahlreichen populären Namen der Kamille, der auf die wichtige Bedeutung im Brauchtum hindeutet.
So wurde die Kamille bereits im Altertum in der Frauenheilkunde bei Beschwerden von Wöchnerinnen und Säuglingen verwendet.
Schon damals wurde die Kamille von den alten Ägyptern verehrt. Auch die alten Griechen und Römer schätzten die Pflanze sehr.
Ursprünglich stammt die Kamille aus Süd- und Osteuropa. Heute findet man sie in ganz Europa,
Nordamerika und Australien und ist eine der beliebtesten Heilpflanzen.
Typisch Kamille
Fast jeder kennt den typischen Geruch der Kamille. Beim Zerreiben duften die Blüten angenehm aromatisch.
Die Kamille ist eine einjährige Pflanze mit einem aufrechten Stängel, der bis zu 80 cm hoch wachsen kann.
Die Blätter stehen wechselständig und sind zwei- bis dreifach gefiedert. Die Blütenköpfchen bilden einen Kranz von etwa 15 weißen Zungenblüten.
Dieser Blütenkranz umfasst die mittig sitzenden gelben Röhrenblüten.
Die Pflanze blüht im Mai bis Juni.
Kleine Pflanze - große Wirkung
Die Blüten der Kamille werden für medizinische Zwecke genutzt, denn daraus entsteht ein ätherisches Öl.
Etwas verdünnt kann das ätherische Kamillenöl bei äußerlicher Anwemdung eine Menge von Hauterkrankungen lindern.
Hierbei wirkt das Öl reizlindernd und entzündungshemmend. Es findet sich vor allem in Cremes, Kompressen oder in Massageölen wieder.
Das Ätherische Öl wirkt außerdem noch wundheilungsfördernd und krampflösend,
was vor allem bei Erkältungen sowie jeglicher Art von Entzündungen von Bedeutung ist.
Die Qualität der Kamille ist abhängig vom Zeitpunkt des Pflückens und der Art, wie sie getrocknet wird.
Der dritte bis fünfte Tag nach dem Blühen ist die günstigste Zeit zum Pflücken, da hier die Wirkstoffe am besten ausgereift sind.
Beim Trocknen der Kamille ist es wichtig, sie sehr luftig und nicht bei allzu hohen Temperaturen zu lagern.
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