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"IDE Flash Module"

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Solid State Disk - Massenspeicher der Zukunft

Als so genannte Solid State Drive oder Solid-State-Disks (Kurzform: SSD) werden neuartige Massenspeicher bezeichnet, die mittelfristig herkömmliche Festplatten in Rechnersystemen ablösen sollen. Die Laufwerke sind in allen gängigen Formfaktoren erhältlich und bieten derzeit (Stand Juli 2009) Speicherkapazitäten bis zu 256 Gigabyte.

Merkmale von Solid State Disks

Im Gegensatz zu Festplatten verfügen Solid State Disks über keinerlei bewegliche mechanische Bauteile, was enorme Vorteile mit sich bringt. Solid State Disks sind unempfindlich gegenüber Erschütterungen, verbrauchen deutlich weniger Energie und erzeugen daher auch wesentlich weniger Abwärme im Betrieb als ihre Vorgänger. Solid State Disks arbeiten geräuschlos und bieten durch den Wegfall der Positioniermechanik erheblich schnellere Zugriffszeiten, so dass ein handelsüblicher PC vor allem bei Lesevorgängen, wie das Hochfahren des Rechners oder das Starten von Programmen, spürbar lebendiger wirkt.
Als Nachteil von Solid State Disks ist die begrenzte Anzahl an Schreibzyklen anzuführen. Die verwendeten Flash-Speicher können nicht unbegrenzt gelöscht und neu beschrieben werden, sondern verlieren nach maximal etwa fünf Millionen Schreibzyklen die Fähigkeit, Daten zu speichern. Diesem Manko versucht die Industrie durch immer raffiniertere Methoden der Datenverteilung (so genanntes Wear-Levelling) auf die einzelnen Speichersegmente zu begegnen. Gute Solid State Disks verfügen zudem über zwei bis vier Prozent Reservezellen, die im Falle fortschreitender Abnutzung automatisch aktiviert werden. Einen weiteren Schwachpunkt bilden die zurzeit noch recht hohen Anschaffungskosten für Solid State Disks. Hier sind die neuen Speichermedien der alten Festplatte gegenüber noch nicht konkurrenzfähig.

Verschiedene Typen

Es werden derzeit zwei verschiedene Speichertypen verwendet. Die preiswerteren MLC-Zellen (Multi-Level-Cell) speichern mehrere Bits pro Zelle, während SLC-Zellen (Single-Level-Cell) grundsätzlich nur ein Bit je Zelle abspeichern können. SLC-basierte Laufwerke sind in der Anschaffung teurer, bieten jedoch eine größere Datensicherheit und höhere Transferraten. Sie eignen sich daher vor allem für Server-Systeme. Im Desktopbereich und in mobilen Rechnern kommen hingegen vermehrt MLC-Laufwerke zum Einsatz, da bei ihnen in der Regel weniger Schreibzugriffe nötig sind und ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielt wird.

Tipps zur Auswahl der geeigneten Solid State Disk

  • Achten Sie beim Kauf besonders auf den Speichertyp. Sofern Sie Ihre Solid State Disk in einem Server einsetzen wollen oder hohe Transferraten auch bei Schreibvorgängen wünschen, empfiehlt sich der Einsatz eines Modells in SLC-Ausführung. Welcher Zellentyp verwendet wird, geht aus den jeweiligen technischen Daten hervor.
  • Beim Erwerb einer Solid State Disk mit SATA-Anschluss ist Modellen nach der SATA-II-Spezifikation der Vorzug zu geben. Die älteren Solid State Disks nach SATA-I-Spezifikation weisen nicht nur geringere Datentransferraten auf, sondern sind oft modifizierte Versionen betagterer Geräte nach PATA-Standard, so dass durch einen Konverter deutlich mehr Energie verbraucht wird. Dies führt auch zu stärkerer Erwärmung der Massenspeicher.
  • Sofern Sie sich für eine Solid State Disk mit MLC-Zellen entschieden haben, sollten Sie darauf achten, dass diese über zwei voneinander unabhängige Controllerbausteine verfügt. Dadurch wird die Schreibgeschwindigkeit deutlich erhöht.
Haben Sie Hinweise, Verbesserungs- oder Korrekturvorschläge zum Ratgebertext IDE Flash Module, dann informieren Sie uns bitte per Formular.
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