Dill - ein typisches Sommergewürz
Luftige Spitzen als erfrischende Begleiter
Fischgerichte, Soßen, Salate und Quark werden mit Dill zu einem doppelt frischen Erlebnis. Die zarten Spitzen bringen den letzten Pfiff.
Das Aroma ist kräftig und erfrischend und der leicht holzige Duft verrät die Zutat sofort. Kräuterbutter und Dips wären ohne Dill ein Nichts.
Das Gewürzkraut ist nicht nur im Beet ein idealer Begleiter für Gurken, sondern auch bei deren Zubereitung kaum wegzudenken.
Frost im Boden? Kein Problem
Einer Frostsaat von Dill steht nichts im Weg. Wenn der leichte Boden, mit gutem Wasser- und Nährstoffgehalt,
bereits im Herbst vorbereitet und mit Kompost versorgt wurde, steht einer Aussaat bereits im Januar nichts im Weg. An einem sonnigen,
trockenen Tag kann das Saatgut in die Erde gebracht werden. Man bedeckt den Samen mit Erde und Mulch.
Eine Abdeckung mit Vlies erweist sich zusätzlich als vorteilhaft. So kann man 3 Wochen eher mit einer ertragreichen Ernte rechnen.
Normale Aussaat
Wer nicht im Winter säen möchte, kann dies ab April tun. Je früher gesät wird, umso weniger neigt der Dill zu Krankheiten.
Zu beachten ist, dass der Dill gern sonnig steht und sich mit einigen Vorkulturen nicht verträgt. Basilikum,
Gartenkresse, Fenchel,
Kümmel und Dill selbst gelten als unverträglich.
Hier müssen Anbaupausen in Kauf genommen werden. Am günstigsten ist es, den Samen breitwürfig im Garten zu verteilen oder
sich einzelne Beete zu suchen, um seine positiven Nebenwirkungen auf andere Pflanzen zu nutzen.
Dill passt hervorragend in die Nähe von Möhren und Zwiebeln, da er Wurzelkrankheiten fern hält.
Kohl und Gurken werden vor Kohlweißling und Blattläusen geschützt. Auch das Staudenbeet bietet einen willkommenen Standort.
Die gelbe Doldenblüte wirkt hier als zusätzlicher Farbtupfer.
Keimen, verziehen und schließlich ernten
Bei einer Bodentemperatur von 12 - 14 °C keimt der Samen nach 2 bis 3 Wochen. Anfang Mai kann verzogen werden.
Ein Abstand von 30 cm ist empfehlenswert. Bei großzügigem Auswurf im Garten, erübrigt sich die Arbeit allerdings von selbst.
Verpflanzen Sie Dill niemals, er hat eine Pfahlwurzel und übersteht solche Strapazen nicht.
Über die gesamte Anbauzeit darf kein Wassermangel auftreten.
Bereits Ende Mai kann ab einer Wuchshöhe von 20 cm geerntet werden. Man nutzt dann die Blättchen. Hierzu erntet man die Triebe.
In der Blütezeit wird Dill, je nach Sorte, bis zu einem Meter hoch. Im August bis in den Oktober wird der Samen geerntet.
Die gesamte Pflanze wird aus der Erde gezogen und in Bündeln getrocknet. Bei der Trocknung verliert Dill sehr viel Aroma,
besser ist es die Blättchen zu zupfen und sie - ohne sie zu hacken - einzufrieren oder in Öl einzulegen.
Sortenvielfalt
Dill gibt es in verschiedenen Sorten. Sie sind in Größe und Eigenschaft unterschiedlich. Jeder findet in der Vielfalt die richtige Variante für sich.
- Dill Delikat ist für den Topfanbau gut geeignet, da er nur 25 cm hoch wird, so muss man auch ohne Garten nicht auf die Sommerzutat verzichten.
- Die Sorte Elefant ist stark wachsend und sehr aromareich
- Tetra hat kräftigere Stängel als andere Sorten und bringt einen deutlich höheren Ertrag
- Zierdill hat eine kräftige Blüte und ist ideal für Trockensträuße und Gebinde.
Lecker und wirkungsvoll
Nicht nur der leichte sommerliche Geschmack überzeugen, sondern auch seine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.
Blähungen gehen ab und es entstehen keine Koliken. Man kocht einen Tee aus Samen. Er wirkt bei stillenden Müttern milchtreibend.
Ein Aufguss als Sitzbad bringt Linderung bei Unterleibskrämpfen und Hämorrhoiden.
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