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„Beifuss“
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Quedlinburger Saatgut
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Beifuß: der Beschützer der Reisenden und Wanderer

Heilkraft aus den Steppen Russlands

Die Pflanze wurde von Russland über Europa bis nach Mexiko verbreitet. Mittlerweile wächst Beifuß fast weltweit. Der Name kommt nicht von ungefähr. Schon in frühen Zeiten erkannte man, dass ein Fußbad aus einem Beifußaufguss oder eine Massage mit Beifußöl eine entspannende und wärmende Wirkung auf die Füße hat. In verschiedenen Zeremonien wurde Beifuß als Zauberkraut verwandt. Es ist bis heute Bestandteil des Kranzes zur Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt. In der Volksmedizin ist das Kraut für seine entkrampfende und wärmende Wirkung bekannt. Es wird bei Menstruationsschmerzen sparsam angewandt. Aus dieser Verwendungsmöglichkeit prägte sich der Begriff 'Frauenkraut'.

Ein anspruchsloser Gast im Garten

Von März bis April wird das Saatgut direkt ins Freiland gebracht. Beifuß kommt mit fast allen Böden aus. Am besten ist leicht feuchter und sandiger Untergrund geeignet. Der Standort sollte sonnig und warm gewählt werden. Zwei Gramm Saatgut ergeben rund eintausend Pflanzen. Beifuß gibt es als ein- oder mehrjährige Kultur.

Wer lieber Jungpflanzen nach draußen bringt, kann auch in Saatschalen säen und die Pflanzen, dann schon kräftig, nach draußen bringen. Eine Auspflanzung erfolgt dann aber erst Ende Mai.

Einen besonders hohen Ertrag erhält man, wenn eine Pikierung auf einen Abstand von 40 x 40 cm erfolgt. Achtung: Beifuß wird bis zu 2 Meter hoch. Als natürlicher Schädlingsbekämpfer hält die Pflanze durch den würzigen Duft, den sie verströmt, Kohlweisslinge und Läuse von anderen Nutzpflanzen fern. Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde lediglich das Aroma schwächen.

Erntezeit

Von Juni bis November werden die Triebspitzen und die Rispen vor Blütenöffnung abgeschnitten und getrocknet. Wird das Erntegut luftdicht und dunkel aufbewahrt, bleiben das Aroma und die heilende Wirkung erhalten.

Verwendung in der Küche

Durch die im Beifuß enthaltenen Bitterstoffe wird die Magensaftbildung angeregt und schwere, fettige Speisen können leichter verdaut werden. Beifuß ist ein typisches Gewürz für die Weihnachtsgans. Die Verwendung erfolgt sparsam, da die getrockneten Blütenrispen sehr bitter sind. Kräuteröle und Kräuteressig erhalten einen würzigen Geschmack und können als Zugabe zu verschiedenen Gerichten, in denen das Kraut nicht direkt erwünscht ist, die Wirkung und den Geschmack einbringen.

Weitere Links zum Thema

Mit diesem Thema in Beziehung stehen auch die Suchbegriffe Majoran, Rosmarin und Liebstock aus unserer Kategorie Kräutersaatgut.

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