Ein Königliches Kraut
Basilikum wurde schon immer als Zier-, Heil- und Würzpflanze genutzt. Der Name ist vom griechischen Wort basileus (königlich) abgeleitet.
In Kübeln neben den Türen der Häuser der Mittelmeerländer stehen die stark- und wohlriechenden Pflanzen.
In Indien war die Pflanze einst heilig. Basilikum erinnert in unseren Breitengraden vor allem an Sonne und leichte Küche.
Basilikum stammt vermutlich aus Südostasien. Es ist sehr wärme- und sonnenbedürftig.
Man findet die Pflanze bei uns nie in wilder Form sondern meist einjährig, außer man überwintert sie auf der Fensterbank.
Vom Korn zur Pflanze
Eine Freilandaussaat ist ab Juni möglich, eine Vorzucht im Gewächshaus oder auf der Fensterbank ist allerdings deutlich erfolgversprechender.
Wer sicher gehen möchte gibt das Saatgut, welches 4 bis 5 Jahre keimfähig bleibt, im April auf gute Anzuchterde in Gefäße.
Aus 3 - 4 g Saatgut entstehen nach einer Keimdauer von 14 bis 20 Tagen ca. 1000 Jungpflanzen. Der Samen wird nicht mit Erde bedeckt,
da Basilikum zu den Lichtkeimern gehört. Gießen Sie die Aussaat gut an und stellen Sie die Gefäße warm.
Bei einer Bodentemperatur von 20 °C und ausreichend Licht schreitet die Keimung schnell voran. Pikieren Sie die Pflanzen,
sobald neben den Keimblättern die ersten "richtigen" Blätter zum Vorschein kommen. Sie sorgen so für gute Entwicklungsmöglichkeiten der Jungpflanze.
Hinaus ins Freie - aber wohin?
Basilikum ist sehr kälteempfindlich. Bei Temperaturen unter 10 °C entstehen bereits Kälteschäden.
Die Jungpflanzen dürfen erst Ende Mai oder noch später nach draußen gepflanzt werden. Wählen Sie einen sonnigen Standort.
Humoser, durchlässiger Boden ist zudem ideal. Basilikum sollte nie in zwei aufeinander folgenden Jahren am selben Standort angepflanzt werden.
Der Reihenabstand soll 30 - 40 cm, der Pflanzzwischenraum 20 - 25 cm betragen. In Pflanzkästen im Fensterbrett hält Basilikum Mücken zuverlässig ab.
Pflege für eine reiche Ernte
Die Pflanze benötigt viel Wasser und muss regelmäßig gegossen werden. Selbst ein Besprengen in der Mittagssonne schadet der Pflanze nicht.
Schneidet man bei einer Höhe von 15 cm die Triebspitzen ab, wächst das Basilikum schön buschig.
Günstig ist es, Tomaten oder Gurken als Mischkultur dazwischen zu pflanzen, da Basilikum gern von der weißen Fliege heimgesucht wird.
Hier hilft auch ein regelmäßiger Guss mit Brennnessellauge.
Sortenvielfalt: Basilikum ist nicht gleich Basilikum
Zimtbasilikum schmeckt und duftet nach Zimt, Zitronenbasilikum nach Zitrusfrüchten und hat einen leicht säuerlichen Geschmack.
Anisbasilikum bingt Anisgeschmack ins Spiel, Thaibasilikum ist noch exotischer und geht in die Geschmacksrichtung Lakritz.
Zusätzlich sind bei den unterschiedlichen Sorten Blattform, -farbe und -größe abweichend.
Belohnung für die Arbeit: ernten und genießen
Die erste Ernte kann bereits nach 7 bis 8 Wochen im Freiland erfolgen. Mit Blühbeginn schneidet man das Kraut bis auf ca. 12 cm Höhe zurück.
Nicht rupfen! Die Blätter sind sehr druckempfindlich. Da Basilikum nachwächst, ist eine Mehrfachernte bis in den September hinein möglich.
Verwenden Sie das Kraut frisch, da es schnell sein Aroma verliert.
Gesund und lecker
Basilikum enthält eine Vielzahl von ätherischen Ölen und wirkt verdauungsfördernd, entzündungshemmend und krampflösend.
Das Aroma macht einen ausgezeichneten Würzer für Saucen, Suppen und Fleischgerichte aus dem Kraut.
Pesto aus frischem Basilikum ist für jeden Italienfan ein muss.
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