Der moderne Knoblauch
Die aus West- und Mitteleuropa stammende Pflanze wird auch als Waldknoblauch bezeichnet.
Sie ist im Geschmack und Geruch milder als das Orignial. Kelten und Germanen kannten Bärlauch schon als Heil- und Würzpflanze.
In den letzten Jahren hat Bärlauch einen wahren Aufstieg in der Lebensmittelindustrie erlebt.
Man kann mittlerweile in fast jedem Lebensmittelgeschäft Wurst, Käse oder Quarkprodukte kaufen, die mit Bärlauch angereichert sind.
Zu Beginn steht der Samen
Bärlauchsamen gehört zu den Frostkeimern. Das heißt, das Saatgut muss mindestens eine Frostperiode durchleben um zu keimen.
Man gibt das Saatgut zwischen Oktober und März in schweren, lehm- und kalkhaltigen Boden. Unter Bäumen und Sträuchern ist der beste Platz für die Aussaat.
Halb- oder Vollschatten sind die absoluten Lieblingsplätze des Bärlauchs. Er eignet sich hervorragend,
um einen grünen Teppich an Stellen zu bilden, an denen sonst durch zu geringe Sonneneinstrahlung nichts wächst.
Der Boden muss nass sein und darf zu keinem Zeitpunkt austrocknen. Aus 20 Gramm Saatgut entstehen so ca. 1000 Jungpflanzen.
Gute Entwicklung und Vermehrung
Bärlauch wird nach der Entwicklung zur Jungpflanze in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen in einen Abstand von 25 - 35 cm gepflanzt.
Die Pflanze vermehrt sich selbstständig, wenn die Blüten stehen bleiben. Um den Ernteertrag zu erhöhen, schneidet man das dritte sich entwickelnde Blatt ab.
Eine Düngung ist nicht nötig. Da es sich um "Waldknoblauch" handelt ist es ausreichend, das Laub im Herbst liegen zu lassen.
Erfolgreiche Ernte
Im Februar bilden sich die ersten Blätter. Bei jeder Pflanze sollen immer 1 - 2 Blätter stehen bleiben um den Bestand im Garten nicht zu gefährden.
Die übrigen Blätter können mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Von April bis Juni erscheinen die weißen sternförmigen Blüten des Bärlauchs.
Nur wenn die Blüten stehen bleiben kann sich der Lauch vermehren. Die Blütezeit ist auch die Erntezeit für die Blätter.
Die Pflanze zieht sich über die folgenden Monate in die Erde zurück und erscheint im nächsten Frühjahr wieder. Die Zwiebeln,
die Bärlauch ausbildet, können ebenfalls geerntet werden. Sie sind kleiner als die des Knoblauchs. Wenn der gewünschte Bestand erreicht ist,
muss man so auch in den Sommermonaten nicht auf die gesunde Wirkung verzichten.
Gesund durch und durch
Jeder Teil des Bärlauchs ist essbar. Ein Anbau im Garten ist die sicherste Variante um der Verwechslungsmöglichkeit mit Maiglöckchen im Wald vorzubeugen.
Der hohe Vitamin-C-Gehalt und die blutdruck- und cholesterinsenkende Wirkung machen die Pflanze zu einem wichtigen Bestandteil in der modernen und
gesunden Küche. Salate, Gemüse, Suppen, Quark, Käse und auch Fleischgerichte lassen sich mittels Bärlauch verfeinern.
Sogar die Blüte ist eine willkommene und essbare Dekoration auf angerichteten Tellern und Platten.
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